unsere Reha

unsere Reha

 

 

Mitte des Jahres 2005 war es wieder mal so weit, wir brauchten dringend eine Klinik. Unser Außenkörper war soooo „müde“, wir gingen schon wieder an Gehhilfen, es war schneller auf zu zählen was nicht schmerzt als umgekehrt. Wir suchten im Internet nach Möglichkeiten und fanden unter anderem Reha- und Kur- Kliniken. Eine sprach uns alleine von ihrem Aufbau sehr an, wir sahen
uns die Gästebücher an. Unsere Entdeckung besprachen wir mit mh und unserer Therapeutin (3), sie unterstützten uns in unserem erneuten Versuch, eine Klinik zu suchen.
Ein erstes Telefongespräch wurde geführt, der den Eindruck der HP dieser Klinik bestärkte.
Wir bekamen für die nächste Woche einen Termin. Bis dahin haben wir untereinander und mit den Zweien besprochen, was alles passieren könnte. Uns war schon klar, auf was für ein erneutes Abenteuer wir uns da einlassen wollten, es wurde ein Abenteuer und was für eins! Es war auch klar, dass es nicht um unser Multiple sein ging, es ging um die Schmerzlinderung und insbesondere um unser Essverhalten, um Gewichtreduzierung.
Die Zugfahrt dahin hätte Streifenverrutscht und einigen Kurzen bei uns bestimmt gefallen, denn sie war schon lang, aber es war im Vorfeld schon abgesprochen, dass nur ich, Joana, da sein werde, ich, Joana, werde mit Jutta die Klinik ansehen und vor allem werde ich alleine das Gespräch führen. Ich wollte nur von
den Anderen eine Meldung bekommen, wenn sie merken, dass es da nicht ok ist.
Es war schon anstrengend, so lange vorne zu sein. Bewusst stieg ich im Taxi, was uns zur Klinik brachte, vorne ein, denn auf dem vorderen Beifahrersitz dürfen bei uns keine Kinder sitzen. Das erste, was Jutta aufgefallen ist, war, dass auf dem gesamten Klinikgrundstück und natürlich in der Klink Rauchverbot besteht. Mir fiel die angenehme Eingangshalle durch ihren warmen Farben auf, und wie wir am Empfang begrüßt wurden. Frau Sch. kam, bat uns in ihr Arbeitszimmer, erklärte kurz, wie und was die Reha-Kur-Klink alles anbietet und zeigte uns auf dem Weg zu Herrn Pöller., dem leitenden Psychologen, mit dem wir das Gespräch ja führen wollten, die Einrichtungen: den Eingangsbereich mit Cafeteria, den Speisesaal, mit dem großen Salatbuffet und den großen Essensausgabebereich, die Tische waren in kleine Gruppen eingeteilt. Alles sehr schön anzusehen, dann kamen wir an dem Schwimmbad vorbei, wir wussten ja schon, dass es eins gab, aber es hatte doch schon eine angenehme Größe, so dass auch wirklich geschwommen werden kann. Ein Patientenzimmer, es gibt nur Einzelzimmer, wurde uns auch gezeigt, sehr groß, mit eigener Nasszelle, wie das Badezimmer genannt wird. Dann kamen wir in das Gartengeschoss zu Herrn Pöller., warteten etwas, wurden dann hereingebeten. Jutta und wir gingen in sein Arbeitszimmer, es war so selbstverständlich von ihm, das mh mit dabei blieb, keine Frage: wer, was wollen sie. Herrn Pöller. sehen und wissen, er ist ok, war wirklich eins. Ich, Joana fühlte mich sofort von ihm angenommen.
Ich erklärte ihm, dass ich Gewichtsprobleme habe, was ja nicht zu übersehen ist, auf seine Frage, warum ich gekommen sei. „Wenn sie in der Zeit von dem Maler Rubens gelebt hätten, wären sie ein ideales Modell“, kam ernst gemeint seine Antwort. „Ja, aber auch in dieser Zeit hätte ich arge Rücken-Gelenk-Schmerzen und ich würde auch dann versuchen, mein Essverhalten ernsthaft umzustellen.“ Fragen und Antworten wechselten sich ab, es kam auch die Frage, ob wir im Arbeitsleben stehen. „Nein, das schon lange nicht mehr, ich bekomme meinen Lebensunterhalt durch das Opferentschädigungsgesetz, ich bin
als Opfer anerkannt und EU-Renten- finanziert“. „A ja“, seine Antwort. Dann kam eine kurze Biografie, dabei wurde natürlich auch gesagt, wo ich aufgewachsen bin. „Ach, direkt in Mitte oder Randgebiet, da oder den Ort“, fragte Herr P. Ups, das war überraschend für mich, denn allem Anschein nach kennt er die Stadt. Also Vorort sowieso. „Ost, West oder Mitte“ seine erneute Frage. „Ost“. „Ich komme aus Mitte,
habe lange im „…“ gearbeitet.“ „Ich merke schon, dass es Ihnen schwer fällt, diesen Ort zu benennen.“ Dachte ich doch, ich hätte mich gut im Griff, hatte ich auch, aber er war ein sehr genauer Beobachter,
was sich im Laufe des weiteren Gesprächs noch zeigte. „Was mir wichtig ist, Ihnen zu sagen, ist: ich kann, um das Gewicht zu reduzieren, nicht hungern! Ich bin in meiner Kindheit bei meine Adoptiveltern über viele Jahre fasst verhungert. Das kann, das möchte ich nicht mehr!“ „Das brauchen Sie auch nicht! Da sind Sie wohl von dem Regen in die Traufe bei Ihren Adoptiveltern gekommen?“ „Ja“. „Ich merke auch da, dass es Sie belastet, dann gehen wir mal davon weg.“ „Ich mache in B. eine Traumatherapie, zweimal in der Woche zwei Stunden.“ „Dann sind sie ja dahingehend gut versorgt.“ „Ja, es geht auch bei diesem eventuellen Aufenthalt nicht um die Traumas, sondern um das Essverhalten“ erkläre ich. „Und dann ist da noch was: werden ärztliche Untersuchungen gemacht oder genügt es, wenn die neuesten Ergebnisse von der Hausärztin mitgebracht werden?“ „Das müsste ich mit der Klinkleitung besprechen, es wird am Anfang immer eine Blutentnahme, Gewichtskontrolle und eine gründliche Körperuntersuchung gemacht.“ „Wissen Sie, ob bei der Untersuchung vorher erklärt werden kann, was genau der nächste Schritt ist bei der Untersuchung?“ „Das wird schon möglich sein, denke ich. Ich vermerke es mir hier auf meinen Zettel. Was genau möchten Sie an Ihrem Essverhalten ändern?“ „Ich möchte lernen den Druck, der sich dann in Fressanfällen äußert, zu ändern.“ „Wie sieht denn so ein Fressanfall aus?“ Hilfe. „Mh na ja. Also wenn dann so ein Fressanfall da ist, dann wird alles, was an Essbarem in der Wohnung da ist, reingestopft. Wenn so ein Druck entsteht, gebe ich Jutta, der Einzelfallhelferin das Geld und die Kreditkarte, damit nicht die Möglichkeit besteht, doch noch was Essbares zu besorgen und nur das, was dann in mh´s Beisein
für ein zwei Tage gekauft wurde, zu essen.“ „Das ist die Einzelfallhelferin, wie viel Stunden in der Woche arbeiten sie zusammen?“ „27 Stunden.“ „Beschreiben Sie doch mal genau, wie so ein Anfall aussieht“. Boo Menno, der ist aber hartnäckig. Hat er ja auch recht, genau da nach zu fragen, denn genau das Fressverhalten wollen wir ändern, da muss er schon genau nachfragen, ist mir klar, aber. „Ok, also wenn
der Druck dann so groß ist, dann brate ich zwei Koteletts in der Pfanne, zwei liegen schon essbereit auf dem Teller und noch zwei Andere werden gerade aufgetaut.“ Schäm. „Das ist doch nicht alles!“ Herr P. stellt es fest, ohne auch nur einen Hauch von Vorwurf in seiner Stimme. „Kartoffeln gehören doch auch dazu, oder eher Reis?“ „Ja, Kartoffeln“. „Ein Kilo, zwei Kilo, fünf Kilo?“ „Nein keine fünf Kilo aber schon so zwei Kilo.“ „Und Gemüse?“ „Nee eher nicht!“ „Aber Ketschup, Majonäse?“„Ja, das schon“. Irgendwie macht es mir Spaß, ernsthaft auf seine Fragen zu antworten, es ist so was von ok. „Und dann gibt es noch Nachtisch?“ Oh je, erwischt. Und die arme Jutta, die hat ja bis jetzt noch nie gehört, welche Mengen wir bei einem Anfall verdrücken. „Ja, auch Nachtisch, je nachdem was da ist, oder auch Schokolade.“ „Und was trinken tun Sie auch dabei?“ „Nein, ich trinke ganz ganz selten Alkohol.“ „Ich meinte auch nicht Alkohol, sondern allgemeine Getränke.“ „Entschuldigung. Ja, es gibt dazu Zitrusgrapesaft, früher Coca Cola.“ „Ah, Sie mögen Coca Cola.“ „Ich denke, dass ich über viel Jahre Coca Cola süchtig war, so drei bis fünf Liter hab ich schon an einem Tag getrunken. Jetzt ist Coca Cola Hausverbot, nur wenn mal außerhalb gegessen wird, dann gibt es auch eine Coca Cola dazu.“ Während des gesamten Gesprächs schreibt Herr Pöller immer etwas auf seinen Zettel. Und auf diesem schreibt er auch: Coca Cola Freak, das gefällt.
Das Essengehen habe ich mit der Unterstützung von Jutta gelernt, es ist jetzt in Laufe der Jahre etwas leichter geworden, mal in einem Restaurant essen zu gehen. Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Hähnchen mit Pommes mit nach Hause genommen.Ich will ihm nochmals klar machen, wie schwer das Essen ist und er antwortet darauf. „Und warum haben sie sich keine Coca Cola mitgenommen, es war doch etwas Besonderes?“ Schachmatt.
Kurz streifen wir die jahrelangen Psychiatrieaufenthalte. Und Herr Pöller versteht. Eine wichtige Frage: werden hier die Türen abgeschlossen, fällt mir noch ein und er antwortet: „ Natürlich gibt es auch hier Hausregeln und bei Missachtung kommt eine Verwarnung und beim wiederholten Verstoß auch der Rausschmiss, auch werden hier stichpunkartig Alkoholkontrollen gemacht. Das geschieht aber sehr selten. Manche Patienten meinen, dass es hier wie im Knast ist, die haben aber bestimmt noch keinen von innen gesehen. Sie können hier jeder Zeit raus. Mit dem Reinkommen ist es schon schwieriger, denn ab einer gewissen Uhrzeit nachts kommen sie auch mit dem Schlüssel nicht mehr rein“ Es genügt, dass ich weiß, dass ich jeder Zeit raus kann. Mir ist es dann noch wichtig zu sagen, dass, wenn etwas an
Untersuchung gemacht werden muss, es für mich erheblich leichter ist, wenn ich es schon einige Zeit vorher weiß, um mich darauf einstellen zu können. Auch das vermerkt er auf seinen Zettel. „Und ich verspreche Ihnen, das, was ich kann, werde ich tun, wenn ich aber sage, das kann ich nicht, dann meine ich es auch so.“ „Genau so habe ich sie kennen gelernt, klar und wissend, wo Ihre Grenzen sind und ich habe Sie verstanden.“ „Wie lange dauert es, bis ich hier in Ihrer Klinik aufgenommen werden kann?“ „Wollen Sie morgen kommen? Das geht.“ „Na, so schnell werde ich die Kostenübernahme nicht
haben, aber ich denke, da es mit der KÜ keine Probleme gibt, könnte es schon in der nächsten Woche sein,“ ist meine Antwort.“ Es wäre schon gut, wenn ich über die Weihnachtsfeiertage hier sein könnte, geht das überhaupt?“ Gleichzeitig denke ich: was tu ich da gerade. „ Ja, das geht, aber ob wir dann bei manchen Anwendungen eine Gruppe zustande bekommen, wird sich dann zeigen“ (oh, wir haben ja unsere eigene Gruppe J).
„Und Sie", er wendet sich mh zu, „sind die Begleitung, werden Sie für die Zeit des Aufenthaltes hier sein, wir haben auch Begleitungszimmer, die sind dann durch eine Tür miteinander verbunden.“ „Ich! Nein, ich werde Frau J. öfter besuchen. Denke aber Nicht, dass es nötig ist, dass ich hier bleiben muss!“ Die Arme, sie und hier bleiben, wo doch rauchfreie Zone überall ist. „Oh, ich werde schon Gründe finden, dass auch Sie hier bleiben könnten, bei ihrem niedrigen Gewicht dürfte das kein Problem sein, was zu finden.“
„Es kann immer etwas gefunden werden. Aber ich gebe nichts zu Suchen preis, kontert mh lachend.
Ein sehr anregendes angenehmes und Respekt volles Gespräch ist nach über einer Stunde zu Ende. Und mein Entschluss steht fest: ja, ich möchte es versuchen. Beim Verabschieden sagte ich Herrn Pöller. „Ich werde alles versuchen, was ich kann.“ „Ja, das glaube ich Ihnen. Soll ich Ihnen noch die Klinik zeigen?“ „Nein danke, das hat Frau Sch. schon gemacht.“ „Auf Wiedersehen!“ Ja, wir werden ihn wieder sehen und die Klinikeinrichtung für uns nutzen. Schnell raus, denn mh´s Lungen schreien schon. Unterwegs zum Bahnhof setzten wir uns zum Essen in ein Restaurant. Ich bin sehr schweigsam, lasse das Gespräch
noch in mir wirken. Bekomme mit, dass die Anderen bei uns Giovannas auch geschaut haben, es auch sehr angenehm fanden. Während des Essens wird intern viel geredet und es steht sehr schnell fest: ja, wir gehen noch mal das Risiko ein, in eine Klinik zu gehen. mh ist auch schweigsam, auch sie fand dieses Gespräch sehr angenehm. Und ja, sie hat auch ein ok Gefühl zu dieser Reha-Kur-Klinik.
Die Zugrückfahrt dürfen die Kleinen fahren, ich bin doch noch sehr angespannt und auch erledigt von so einer langen Zeit den Außenkörper nutzen und dann das lange Gespräch. Ich zieh mich gerne zurück.
Am Abend telefonieren wir mit unserer Thera und ich Joana erzähle ihr dann in der darauf folgenden Therastunde ausführlich von dem Gespräch. „Es hat den Anschein, als hättet ihr eine Perle gefunden“ stellt sie fest. „Ja, das denke ich/wir auch und wenn nur ein Bruchteil von dem, was wir an Eindrücken von der Klink mitbekommen haben, umgesetzt wird, dann ist es schon sehr ok. Und was wir ja wissen, ist: wir können jeder Zeit gehen. Was wir später aber gar nicht mehr gerne tun würden, gehen aus der Klinik.
Das hätte uns mal Mensch vor einiger Zeit sagen sollen, dass wir aus einer Klink, ok es ist eine Reha-Kur und keine Psychiatrie- Klink, und trotzdem, dass wir aus einer Klink nicht mehr gehen wollen, na, dem hätten wir doch bestimmt einen Vogel gezeigt.
Am anderen Morgen geht das Ämterlaufen los, wie konnten wir nur annehmen, dass das so einfach ist! Nein, wir sind nicht dafür zuständig, sondern die, nein, wir auch nicht, sondern der, oder der?! Wir rufen C. an, sie führt ein paar Telefonate und schon ist geklärt, wer uns die Unterlagen zusendet und so weiter. Ok, das ist geschafft. Aber es dauert und dauert. Wir besprechen mit der Thera, dass wir in W Herrn P. anrufen und ihm sagen, dass es sich doch verzögert, wegen der KÜ. Chira ruft ihn an.
„Hier ist Frau J. aus B, ich war an dem und dem Tag bei ihnen.“
„Ja?“
„Es geht um einen Kuraufenthalt.“
„Ja“ und Schweigen von ihm.
„Also, ich war mit Frau M. bei ihnen.“
„Ach, jetzt weiß ich, wer Sie sind, ich hatte gerade kein Bild zu dem Namen. Ja, was gibt es?“
„Die Genehmigung dauert doch länger als gedacht und das wollte ich Ihnen mitteilen. Aber dass ich auf jeden Fall kommen möchte/werde.“
„Ja, ist in Ordnung und wenn Sie die KÜ dann haben, rufen Sie mich an und wir machen einen Termin aus. Es kann allerdings dann sein, das Sie etwas warten müssen, weil wir belegt sind. Aber Sie bekommen bestimmt schnell einen Termin. Rufen Sie mich an, egal, ob Ende Dez. oder Jan. Feb.“
„Ja, sobald ich den Bescheid habe, rufe ich Sie wieder an. Danke.“
„Und Ihnen einen schönen Tag noch“, sagt Herr P. zu mir/uns.
Wir legen auf und schweben: er hat uns einen schönen Tag gewünscht. Uns. Wir wissen schon, dass er das wohl zu jedem sagt, aber es kam so rüber, dass er es nur für uns gesagt hat!!! Ja, es ist richtig, den Versuch zu machen.
Ende Feb 2006 ist es dann so weit, wir können kommen, all unsere Papiere sind fertig und einen schnellen Termin haben wir auch noch bekommen. In den vorherigen Therastunden haben wir geklärt, dass wir unser Multi sein offen machen werden, werden müssen. Es ist für uns ok.    
Wir reisen an. Natürlich mit mh und viel Gepäck und unserem großem Teddy Telgte. Ein kurzes Warten in der Eingangshalle, einige Papiere unterschreiben, dann bekommen wir den Schlüssel und werden von der Co-Therapeutin abgeholt und uns wird unser Zimmer gezeigt. Auch da ist es selbstverständlich, dass mh überall mitgehen kann. Die Co-Therapeutin sagt uns noch, dass wir von unserer Patin abgeholt werden. „Es ist hier so üblich, dass jeder eine Patin bekommt, damit sich das Zurechtfinden vereinfacht und wenn Fragen sind, können Sie die jederzeit an Ihre Patin und natürlich auch an mich stellen. Hier ist das Zimmer der Co- Therapeutinnen, hier zwei Gruppenräume. So, nun kommen Sie erst einmal gut an.“ Etwas später kommt unsere Patin, stellt sich kurz vor und verabredet, dass sie mit uns dann zum
Essen geht.
Wir packen unsere Sachen in den Schrank, es passt alles rein, unsere Kuscheltiere kommen erstmal aufs Bett, nachdem wir unsere eigene Bettwäsche aufgezogen hatten. Dann kommt auch schon die Patin wieder und nimmt uns und Jutta „an die Hand“, zeigt uns, wo die einzelnen Anwendungsräume sind, dann den Speisesaal. mh hat sich eine Essensmarke gekauft und kann so mit uns mitessen, wir sitzen gleich mit den Anderen von Team 2 am Tisch, werden von unserer Patin vorgestellt, wir hören die Vornamen von den Mitbewohnern, denn es ist da üblich, sich zu duzen. Wir fühlen uns wohl. Können auch was essen, sind überrascht, wie viel und wie Verschiedenes es zu Essen gibt. Wie sollen wir denn dabei abnehmen, stellt sich gleich die Frage. Dass es ums Abnehmen gar nicht geht, lernen wir in den nächsten Wochen.
Nach dem Essen lernen wir noch die „gute Stube“, den Teamtisch von Team 2 kennen und im Laufe der Wochen zu schätzen. Die Zeit, dass mh nach B fährt, kommt und wir merken: es ist ok, dass wir hier sind und bleiben, zumindest bei den meisten von uns. Am frühen Morgen 6h haben wir Termin in der Medizinischen Zentrale, unsere Patin bringt uns hin, das mit dem Blutabnehmen stellt sich wie immer als Problem dar, aber wir bekommen sofort die Möglichkeit, unsere „Absaugstelle“ zu wärmen und uns wird die Zeit gelassen, die wir brauchen. „Es ist mir selber angenehm, dass ich Sie als letzte dran nehme, dann habe auch ich keinen Druck und kann in aller Ruhe bei Ihnen was finden.“ Toll. Und es klappt beim ersten Mal. Später am Morgen ist dann die ärztliche Untersuchung, aber Frau Dr. W. erklärt, ist vorsichtig und versteht, dass wir dies oder das nicht so können und wir finden gemeinsam eine Lösung, dass die Ärztin zu ihren Ergebnissen kommt. Diese Ärztin bekommen wir dann als Therapeutin, es verwirrt uns etwas, da wir dachten, dass wir bei Herrn P sein werden. Sind wir auch indirekt, wird uns erklärt und es ist ok für uns.
Zwei Tage später haben wir dann bei Herrn P. das offizielle Aufnahmegespräch. Wieder ist es angenehm, bei ihm zu sein, wieder lockert er das Gespräch mit Anekdoten aus seinem Leben auf.
Und dann kommt von ihm der Satz: „Sie sind eine multiple Persönlichkeit.“
Schreck, Flucht, wegwollen, woher-weiß-er-das, alles zugleich kommt hoch.
Ich, Joana, sage ihm dann: „Ja, das stimmt, aber darum geht es hier in der Klink für uns jetzt nicht. Es geht um das Essverhalten. Ich hoffe nun sehr, dass wir bleiben können, es ist so wichtig für uns.“ 
„Das habe ich auch so verstanden und ich weiß ja auch, dass Sie eine Traumatherapie machen. Das habe ich schon verstanden. Und ich sage Ihnen jetzt, dass Sie meine erste Patienten sind mit MPS, die ich kennen lerne und gespannt bin wie ein kleiner Junge.“
„Dann ist es für uns ok, wir haben in den Jahren gelernt, damit umzugehen und können auch gerne Fragen beantworten. Und wir haben in den letzten Jahren auch gelernt, in der Therapie stopp zu sagen. Sie können uns Fragen stellen.“
„Das werde ich bestimmt tun.“
„Wir haben auch eine HP, auf der wir das MPS erklären.“
„Wenn Sie mir dies jetzt sagen, aber mir nicht den Namen Ihrer HP nennen…“
„Natürlich sagen wir Ihnen den, sonst hätte ich es nicht erwähnt. Wir/ich habe aber noch eine Frage: wir können noch nicht mit Männern zusammen ins Schwimmbecken, möchten aber sehr gern die Angebote nutzen, die gemacht werden, ob das möglich ist?“
„Moment“. Herr P. telefoniert kurz und sagt dann: „Es wird sich darum gekümmert, das wird hinzubekommen sein.“
„Danke.“
„Was ist denn Ihr Ziel für diesen Aufenthalt hier?“
„Also, wir möchten schon auf eine zweistelligen Gewichtszahl kommen.“
Herr P. schaut uns lächelnd an und sagt dann: „Das schaffen Sie nicht“.
Na toll, super Ansporn.
Dem werden wir es zeigen, dass wir es schaffen, wenn er den Satz zum Ansporn genommen hat, dann hat er es geschafft.
Er sollte recht behalten, wir haben es auch nicht ansatzweise geschafft, aber wir haben soviel an Neuem lernen dürfen, da ist das Gewicht nicht mehr wichtig, nicht mehr so wichtig, wenn da nicht die vielen Rücken-Gelenk-schmerzen wären. Doch jetzt sind wir erst einmal von der Fülle der Angebote überrascht und es ist toll. Aber wie sollen wir das umsetzten: Atemtherapie, Muskelentspannung…oh ja, haben wir uns da nicht was zu viel zugemutet? Wir dürfen unsere Bedenken äußern und sie werden verstanden. Die Co-Therapeutin J übt mit uns Muskelentspannung ganz langsam und einfach, und da ja nur sie und wir im Raum sind, können wir uns darauf einlassen, natürlich noch mit Augen offen. Und nach einigem regelmäßigen Üben bemerken wir zum ersten Mal in unserem Leben bewusst eine Veränderung, wenn wir die Übungen machen, tolles Erlebnis, was wir natürlich sagen und was mit einem Lächeln beantwortet wird. Bevor wir dann auch noch Atemtherapie machen können, bekommen wir einen Termin bei der Leiterin und wir erklären ihr, dass wir sehr viel Angst haben. Wir überlegen dann zusammen, dass wir es auf jeden Fall erstmal im Sitzen und mit offenen Augen machen können, dass wir uns so hinsetzen können, dass wir ganz schnell sehr leise, wenn es nötig ist, rausgehen können. Auch auf diese neue Erfahrung Atem lassen wir uns ein. Und wir lernen, dass das, was wir all die Jahre mit dem Wort Atem verbunden haben, überhaupt nicht mit dem übereinstimmt, was wir jetzt kennenlernen. In unserem Team fühlen wir uns sicher und aufgehoben, obwohl es eine gemischte Gruppe ist, wobei die Männer in der Unterzahl sind. Wir merken aber auch, dass es Missverständnisse gibt wegen, durch uns. Im Gespräch mit der Ärztin Frau Dr. W J besprechen wir, dass wir unser Vielesein in der Gruppe erklären möchten. Sie unterstützt uns in unserem Vorhaben und wir planen es für die nächste PLG (Problemlösungsgruppe). Es ist Wochenende und eine Mitbewohnerin bietet sich an, mit zwei Anderen und uns im Supermarkt einkaufen zu fahren. Sie bekommt mit, dass während der kurzen Autofahrt, während dem Einkaufen, etwas anders ist mit uns, sie weiß um uns ja noch nicht. Aber sie nimmt es an, kann es so stehen lassen. Der Dienstagnachmittag, es sind mittlerweile zwei Wochen vergangen, dass wir ankamen, ist da, und die Gruppe beginnt. Es ist immer vorher, dass Jede/r ein kurzes Blitzlicht von sich gibt, wie es ihm geht und ob er ein Thema mitgebracht hat und da keine/r ein Thema mitgebracht hat, sind wir dran. Frau Dr. W. hält die ganze Zeit mit uns Blickkontakt und ich, Joana, werde immer sicherer, den Mitbewohnern zu erklären, wie unser Multiples Leben aussieht. Es kommen Fragen, die ich/wir beantworten kann, möchte. Einige haben von MPS schon was gehört, andere nicht. Was wir aber bei Allen merken, ist ein: wir werden angenommen. Es wird auch die Frage gestellt, wodurch so etwas kommt. Ich kann ihnen sagen, dass es nicht durch eine Grippe oder Erkrankung kommt, sondern durch sehr sehr viel Gewalt in ganz früher Kindheit schon. Einem genügt diese Erklärung noch nicht und er wendet sich an Frau Dr. W., sie schaut uns an, gibt die Frage an uns weiter und ich kann sagen, dass ich das nicht beantworten möchte, da ich es für zu schwer für uns Alle hier halte. Nach dem Verlassen bei Beendigung der Runde bekommen wir positive Rückmeldungen, ja auch Anerkennung, dass wir so mutig waren. Wir sahen es nicht als mutig, sondern als notwendig an, denn wir möchten dazu gehören, ohne dass es zu Missverständnisse kommt und wir, weil nicht verstanden wird, links liegen gelassen werden. Das geschieht aber nie, obwohl einige unser Leben nicht verstanden haben, werden wir angenommen, so wie wir sind. Einige sind öfter und wohl auch gern mit uns zusammen, fordern uns auf, doch mal das oder das kennen zu lernen. Und wir lernen wieder mal ein Stück neues normales Leben kennen. So zum Beispiel Bowlen, ich, Joana, habe bis heute noch nicht herausgefunden, wer von uns gebowlt hat, ist auch nicht so wichtig, wichtig ist, dass es Spaß gemacht hat, und das hat es. Stella-Laila ist ins Auto eingestiegen und hatte großen Spaß, vor allem, wie der Autofahrer mehrmals im Kreis um eine Verkehrsinsel gefahren ist, so neben bei noch erwähnenswert, dieser Fahrer ist von Beruf Polizist. Am anderen Morgen, es war wieder ein Dienstag, und die große Teamvorstellungsrunde findet statt, muss doch Stella-Laila genau dazwischen rufen und laut erzählen, was sie am Abend beim Autofahren erlebt hat. War mir, Joana, das mal wieder peinlich, aber es geschah immer öfter, dass sich auch Kleine da zeigten, ein Zeichen, dass sie sich dort auch wohl fühlten. Etwas später, die Runde war aufgelöst, kam Herr P auf uns zu, ich bekam Panik, müssen wir jetzt raus, bekommen wir mehr Medis (wir bekamen dort überhaupt keine), alle alten Psychiatrieerfahrungen kamen hoch, ich verstand nicht, was Herr P zu uns sagte. Frage dann den Mitbewohner, der auch das Auto den Abend gefahren hat und er lachte und meinte: Herr P sagte: ich mag solche Zwischenrufe! Stark. Wieder eine neue Erfahrung. Chira findet nach wie vor so Dinge wie Nagellack, schöne Tücher und so schön. Dort in der Klink bekam sie auf einem Finger Glitzernagellack: die hättet ihr mal sehen müssen, wie glücklich sie war, musste es gleich Herrn P, der zufällig vorbei kam, zeigen und sein Kommentar: typisch Frau. Wie Chira sich in dem Ort einen wunderschönen bunten Schal mit Jutta zusammen kaufte, musste sie es natürlich auch wieder allen zeigen und sie und wir machten die Erfahrung: die Anderen freuten sich mit uns, verstanden ihre Freude. Und wie dann Herr P. J wieder mal zufällig vorbei kam, musste auch er den neuen bunten Schal sehen. Seine Kommentar hat dann bei Chira ziemliche Verwirrung ausgelöst, denn Herr P meinte: „Der Schal schmückt Sie wie ein Weihnachtsbaum.“ Chira sagt verzweifelt, dass sie doch kein Weihnachtsbaum sei, und erst die Erklärung, dass es als Kompliment gemeint war, hat sie wieder beruhigt. Chira war sehr viel in den Abendstunden da, konnte mit den Mitbewohnern viel Kartenspiele und Mensch-ärger-dich-nicht gewinnen. Streifenverrutscht hat dort richtig schwimmen gelernt, wurde von der Schwimmtherapeutin ermutigt, auch mal durch das ganze Becken zu schwimmen, hat mit zwei Mitbewohnern (mal für sie und nochmals Danke) abends öfter die Schwimmhalle genutzt und auch einiges an Unfug gelernt, wobei er auch mal kurz unter Wasser ging, aber es hat ihm viel Spaß gemacht. Bei einem Mittagessen gab es Erdbeeren, das Obst, was er, Streifenverrutscht, liebt. Wie aber nun an die Erdbeeren rankommen, ohne den Milchreis nehmen zu müssen? Ich hätte mich nie getraut zu fragen, das wusste er auch und er: er schnappt sich eine Therapeutin aus Team 2, zieht sie zu den Erdbeeren hin und…und sie völlig verdutzt versteht, dass es um die Erdbeeren geht und besorgt ihm eine große Schüssel voll. Diese trägt er dann gaaanz stolz an den Tisch und lässt es sich schmecken. Es war das erste Mal das Streifenverrutscht gelaufen ist. Er ist später noch mal gelaufen, wie er sein selbstgemaltes Bild unbedingt seiner Schwimmtherapeutin zum Abschied geben wollte. Er kann laufen und wenn es ihm sooo wichtig ist, dann tut er es auch. Noch eine neue Erfahrung. 
Ja, wir waren rundum gut aufgehoben.
Natürlich gab es auch Dinge, die nicht so gut gelaufen sind, wie z.B. Die ersten Ernährungsstunden, das lag aber bestimmt daran, dass die Leiterin nicht als Muttersprache Deutsch hatte, denn anders können wir es uns nicht erklären, dass sie nicht verstand, dass wir eine Heißhungerattacke nicht gleich setzten mit einem Fressanfall, wir erklärten es ihr, dass wenn wir Heißhunger hätten, würden wir nur das essen, worauf wir Appetit hätten, beim Fressanfall kommt alles rein, was essbar ist. Ach, nicht vergessen können wir das Erlebnis mit der Therapeutin aus der Gefühlssteuerungsgruppe. Vorab zu Erklärung: wir hatten den Abend vorher ein sehr heftiges Erlebnis durch einen Mitbewohner aus einem anderem Team. Es hat uns ziemlich geschmissen, wir hatten den Abend dann zu kämpfen im Hier und Jetzt zu bleiben. Aber es gelang uns, nur am Morgen des anderen Tages hatten wir Angst, diesem Mitbewohner auf dem Flur zu begegnen. Unsere Angst wurde ernst genommen und die Co- Therapeutin begleitete uns über die Flure zu der Therapiestunde und wir verabredeten, dass sie nach Beendigung angerufen wird und wir von ihr dann wieder abgeholt würden. Nach Therapieschluss baten wir die Therapeutin, dass die Co-Therapeutin angerufen wird.
„Oh, ich denke, Sie sind in einem Film! Ich hole sie da jetzt raus!“
Mit diesen Worten kam sie auf uns zu, wir saßen noch auf einem Stuhl.
„Nein, wir sind nicht in einem Film, wir wissen, wo wir sind.“
„Hören Sie mal genau zu! Sagen sie mir drei Dinge, die Sie riechen, die Sie hören!“
„Ich bin nicht in einem Film! Ich weiß, welcher Tag heute ist und bitte Sie, dass Sie die Co-Therapeutin jetzt anrufen, damit sie mich abholen kommt!“
„Schauen Sie sich genau um, ich hole sie aus dem alten Film wieder raus!“
Inzwischen bin ich, Joana, aufgestanden. „Nochmal: ich bin nicht in einem alten Film. Gestern ist mir hier etwas zugestoßen, was die Begleitung einer Co-Therapeutin für mich heute nötig macht!!“
„Ach so. Wenn Sie Begleitung brauchen, können Sie ja mit den Mitbewohnern mitgehen.“
„Dafür sind die Mitbewohner nicht zuständig, denn wenn ich dann unterwegs in einen alten Film rutsche, können die mich da nicht rausholen“.
„Ja, das verstehe ich. Gut, ich lasse anrufen.“
„Danke. Und übrigens, wenn wir in einem alten Film gewesen wären, hätten Sie niemals so direkt auf uns zugehen dürfen, denn dann wären wir noch weiter weg gewesen.“
„Ich hätte Sie doch nie angefasst!“
„Das erwarten wir auch von einer Gefühlssteuerungs-Therapeutin!“
Wir wurden dann abgeholt und konnten über diese Begebenheit gleich lachen, es kam uns schon ziemlich paradox vor, dass wir als Schwertraumatisierte ihr erklären mussten, dass wir nicht in einem Film waren. Die erschreckende Begegnung am Abend vorher mit dem Mitbewohner hat uns aber auch gezeigt, dass wir noch längst nicht so stabil sind, wie wir dachten und es uns wünschten. Es hat uns aber auch gezeigt, dass wir Hilfe bekommen und sie auch annehmen konnten. Die nächsten Tage wurde von den Mitbewohnern/innen unseres Teams immer geschaut, wo der Mann sich aufhielt, damit wir ihm nicht noch mal begegneten. Wir wurden ernst in unserer Angst genommen.
Was wir nicht vergessen dürfen, sind die zwei Gespräche mit der Schmerzärztin.
Wir fragten sie, was wir mit den alten oft wieder kommenden oder ständigen Schmerzen tun sollen und sie fragt uns:
„Was würden Sie am liebsten machen?
„Das ist mir etwas dumm das zu sagen.“
„Sagen Sie es ruhig.“
„Ich würde am liebsten zum Beispiel die Gelenke in Watte einpacken, verbinden.“
„Also umsorgen, und warum tun Sie es nicht?“
„Es geht doch nicht um Schmerzen, die neu sind, sondern um ganz alte Verletzungen, die heute noch wehtun.“
„Ja, das habe ich verstanden. Die alten Schmerzen haben sich im Schmerzzentrum als ganz spitze Berge mit vielen großen Spitzen eingebrannt. Wenn Sie heute Watte und / oder einen Verband anlegen, können Sie damit die Spitzen einpacken. Sie werden die Schmerzen nie wieder weg bekommen, aber Sie können sie einpacken, indem Sie sie heute umsorgen.“
Das hat uns so was von eingeleuchtet!
Wir sind gleich am nächsten Tag mit mh, die uns gerade besucht hat, Watte und Verband kaufen gegangen. Wir umsorgen heute die alten noch immer da seienden Schmerzen. Wir haben verstanden, dass auch dieses Umsorgen lange gemacht werden muss, damit einige Spitzen in Watte gepackt sind. Aber wir tun es heute, da uns die Erklärung auch das Verstehen gebracht hat. Ihre Schmerzvorträge, die in der Aula angeboten wurden, haben wir natürlich weiter besucht. Genau wie die so einmalig gekonnt vorgetragenen Vorträge von Herrn Pöller.!!!
 
Dieser Beitrag ist lang geworden, sehr lang sogar und doch ist nur ein Bruchteil von unserem positiven Erleben in dieser Klink wiedergegeben. Wir sind froh und auch ein bisschen stolz, dass wir den Mut aufgebracht haben, uns noch mal auf das Abenteuer Klink einzulassen. Und wir wissen, dass wir dort wieder hingehen, sobald es möglich ist.
Wir haben unsere Perle gefunden!!!     
Und wir möchten uns bei Allen bedanken, insbesondere bei Team 2 das wir da wo wir waren, in unserer viel fallt sein konnten.