unsere OEG

 

 

 

 

unsere OEG - Erfahrungen
unsere Erfahrungen schreiben wir hier und das was wir schreiben erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit!
Im Jahre 1999 meinte unsere Therapeutin das wir einen Antrag auf Entschaedigung stellen sollen
und das haben wir dann gemacht, doch wir wussten nicht was da wirklich auf uns zukommt. hätten wir vermutlich länger überlegt,
diesen Antrag überhaupt zu stellen.
Keiner von uns wusste bzgl. OEG genügend - und so waren wir sehr sehr froh wie uns die Chefin von dem FrauenLaden
ihr unterstuezung anbot! Alleine die ganzen Seiten von dem Formula ausfuellen hat einige zeit in anspruch genommen und
oft konnten wir die fragen garnicht beantworten. Andere wiederrum konnten wir nur mit einer gewissen ironie beantworten,
wie zb was war ihr taetigkeit vor dem ueberfall…unsere antwort: kleinkind…
Dann endlich hatten wir und mit hilfe unsere unterstuezerin alle fragen beantwortet und auch die schweigepflichtsentbindung
fuer alle aerzte und so weiter unterschrieben und dann endlich ab in den postkasten…
zwi wochen spaeter bekamen wir die nachricht das unser antrag eingegangen ist
und
zur weiterbearbeitung an die stadt wo die taten damals begangen wurden geleitet wurde…
Da war bei uns das erste mal der punk das wir alles wieder rueckgaengi machen wollten…
den mit der stadt aus unserer kindheit wollten wir nie wieder was zu tun haben…
doch unsere unterstuezerin sicherte uns zu und hielt auch ihr versprechen
das wir nichts mit der stadt und den sachbarbeitern zu tun haben waerden
Wir verliesen uns darauf und kuemmerten uns nicht weiter um den antrag,
waren wir doch viel zu sehr mit unserem ueberleben und ausstieg beschaeftigt,
ab und an mussten wir irgenwas unterschreiben und da wir in dieser angelegenheit
zu recht grosses vertrauen in unserer unterstuezerin hatten lief fuer uns der antrag so neben her.
Fast auf den tag genau nach 2 jahren bekamen wir den Bescheit:
Sie sind als Opfer anerkannt zu einer prozentzahl von 80 bzw 90%
Und ihnen stehen zu…
Uns hat erstmal die so hohe prozentzahl umgehauen…
Wie so sehr sind wir geschaedigt?! Was ist denn dann heile an uns…
Unsere unterstuezerin und unserer einzelfallhelferin freuten sich fuer uns
wir aber sahsen erstmal da und mussten das verstehen…
Gut nun hatten wir die anerkennung!
Und alles an unterstuezung brach uns weg…
das sozialamt stellt sofort ihre zahlung an uns ein
begruendung: sie sind doch als Opfer anerkannt da brauchen wir nicht mehr zu zahlen !
"und wer muss jetzt zahlen?"
das wissen wir nicht das muessen sie alleine rausfinden !war die unfreundliche antwort
unsere therapie wurde nicht mehr gezahlt
begruendung: sie sind doch als Opfer anerkannt da brauchen wir nicht mehr zu zahlen !
"und wer muss jetzt zahlen?"
das wissen wir nicht das muessen sie alleine rausfinden
unsere einzelfallhelferin wurde nicht mehr bezahlt
begruendung: sie sind doch als Opfer anerkannt da brauchen wir nicht mehr zu zahlen !
"und wer muss jetzt zahlen?"
das wissen wir nicht das muessen sie alleine rausfinden ...
wir bekammen keine geld zum leben und fuer unsere miete
wir haben bis heute keine ahnung wieviele telfonate unsere unterstuezerin gefuehrt hat…!!!
Wir waren verzweifelt:
was nuetzt uns die anerkennung
wenn alles um uns an unterstuezung weg bricht??!!
Unsere einzelfallhelferin versucht uns zu unterstuezen wo sie nur konnte…
wir sahen uns schon auf der strasse leben…
bzw waren dabei am aufgeben…
alles brach weg und der ausstiegskampf war im vollen gange…
Wir haben keine ahnung wie wir diese 6 monate!!! Ueberstanden haben!
Und wir haben keine ahnung was und wo und wie unsere unterstuezerin alles versucht hat…
Dann endlich war klar wo wir geld fuer unser leben bekommen
wer unsere therapie
und auch die einzelfallhelferin bezahlt! :
die fuehrsorgestelle aus der Stadt wo wir frueher gelebt haben war fuer uns zustaendig…
Im jahr 2000 waren wir die erste in berlin lebende die das OEG auf grund von sexueller gewalt in der kindheit anerkannt bekam…
Wir haben dann im laufe der naechsten jahre erfahren das gerade Berlin sich sehr sehr querstellt mit anerkennung auf OEG,
aber leider nicht nur Berlin sondern von sehr vielen die den mut hatten, und mut braucht das opfer um den kampf fuer die anerkennung auf zu nehmen,
das der antrag abgelehnt wird und oft ueber viele jahre dauert um dann letztendlich doch noch abgelehnt zu waerden…
natürlich haben die Versorgungsämter kein Interesse daran, Opferrenten, Versorgungsansprüche anzuerkennen.
Aber - jede Ablehnung ist nicht als persönlicher Angriff zu verstehen - jedes Opfer ist nur ein Aktenzeichen, wenn der Antrag abgelehnt wird,
wird damit nicht die Person hinter dem Antrag abgelehnt (auch wenn es anders erlebt wird)!
Dieser punkt wird immer wieder angefuehrt:
das Versorgungsamt fordert eine Strafanzeige zum Nachweis der Straftat,
auch wenn eine Strafanzeige nicht zwingend notwendig ist zur Annerkennung
-
doch ohne Strafanzeige ist die beim Antragsteller liegende volle Beweispflicht um ein vielfaches schwieriger.
 
Wir haben niemals einen strafantrag gestellt !
Wir waren niemals bei einem Gutachter !
Aus unserer heutigen Sicht ist es wohl dringend zu raten sich von Anfang an gute anwaltliche Hilfe zu holen, -
spätestens wennes in den Wiederspruch geht und der Widerspruch auch noch abgelehnt wurde und
wirklich Klage vor einem Sozialgericht eingereicht werden soll, ist ein guter, engagierter Anwalt unabdingbar -
Auf jeden Fall sollte man damit rechnen, dass sowohl Stellungnahmen vom Versorgungsamt
als auch von manchen Gutachtern das Innerste der Persönlichkeit treffen.
Alleine schon die Annahme des Versorgungsamtes, man würde lügen, sich die Straf/Gewalttat nur ausdenken,
..dies aussagen kenne wir doch wohl alle mehr oder weniger aus der kinderzeit ...
und jeden Tag kämpft man darum, für sich anzuerkennen, dass es eben keine Phantasie ist,
sondern wahrlich so passiert ist und genau in diese eigene Kerbe haut das Versorgungsamt - unwissentlich.
Und wie gerne würde man das selber manchmal glauben - wenn es eben nicht den Protest im Innern auslösen würde
Wir wollen nicht das OEG als solches schlecht machen, aber so einfach mal aus "einer laune" heraus so einen antrag zu stellen...
nein
wir bekommen heute
unseren Lebensunterhat sowie berufsschadensausgleich bezahlt
auch konnten wir schon zweimal eine sehr gute Reha-klink nutzen
auch wurden unsere speziel hoergeraete bezahlt sowie die baterien dafuer
wir sind befreit von allen krankenzuzahlungen
und wir bekommen weiterhin all die unterstuezung die wir brauchen vom Versorgunsamt bzw. Fuehrsorgestelle
auch hier im Portugal haben wir eine einzelfallhelferin die bezahlt wird !
wir hatten glueck und sehr gute unterstuezung !!!
und wir wuenschen ALLEN

das sie viel kraft und gute unterstuezung bei