Hilfe für Unterstüzer/inen

Hilfe für Unterstüzer/inen

 

Hilfe für die, die uns unterstützen
 
Die Hinweise sind nicht nach Wichtigkeit geordnet.
Diese Hinweise
sind von mehreren Multis zusammengetragen worden.
 
Auf die Frage:
was könnte euch jetzt gut tun?,
kann oft nur geantwortet werden:
schneiden, brennen und so weiter...
Das war ja nur das,
was bekannt war und gut tat, denn so konnte,/
kann nur sich selbst wahrgenommen werden,
über Schmerz,
der aber s e l b e r   bestimmt wird.    
 
Mit Änderungsvorschlägen muss vorsichtig umgegangen werden,
da viele „gute“ Sachen mit etwas Negativem behaftet sind und
oder aber wirklich gut sein können,
was wieder Stress geben kann,
denn eigentlich steht uns nichts
Gutes zu und dann muss für
das Neue wieder Druck abgebaut werden.
 
Druck abbauen ist kein S e l b s t m o r d v e r s u c h !!!
 
Tipp:              
Erst etwas Neues ausprobieren und
dann langsam
den Druck weg lassen.
Zum Beispiel:
Einen Regler basteln oder aber ein Zentimetermaß nehmen,
dort die Zahl des Druckes bestimmen
und dann langsam mit dem Finger die Zahlen hinunter zeigen.
 
Angst, das Gegenüber zu verletzen,
ist NICHT mit Angriff zu verwechseln:
es kann damit gemeint sein:
wenn ich/wir das erzählen,
was mir/uns passiert ist,
muss es dem Gegenüber weh tun und
oder ich/wir beschmutzen ihn damit.
Und es tut uns auch weh,
darüber etwas zu sagen,
denn dann muss es als Wirklichkeit
erkannt werden,
was schwer fällt.
 
Nicht jede Multi,
die als Multi entdeckt wird,
findet es gut.
 
Oft ist der Wunsch nach Nähe da,
die aber mindestens 180km entfernt sein soll/muss.
Auch der Wunsch,
in den Arm genommen zu werden,
besteht,
nicht nur bei den Kindern.
 
Tipp:
eine Wolldecke, in die sich eingerollt werden kann,
als Schutz.
Es ist klar,
dass von dem Gegenüber nichts mehr getan wird,
aber es kann erst durch die Erfahrungen
mit Euch
unser Misstrauen langsam abgebaut werden.
 
Der Vorschlag:
stellt Euch mal vor,
ihr seid jetzt auf einer grünen
bunten Wiese,
kann so umgesetzt werden,
dass dann   w i r k l i c h  
auf eine Wiese gegangen wird,
ohne den Außenkörper mitzunehmen.
Und es kostet viel Kraft,
dass dann wieder
ALLE   von uns
Euch gegenübersitzen.
 
Mit dem Satz,
ihr müsst mir vertrauen,
können wir nichts anfangen.
Das Misstrauen geht nicht gegen Euch,
es sind nur die sehr schlim­men Erfahrungen
mit den Menschen,   
die uns so haben werden lassen.
 
Tipp:
Lasst uns langsam
von der Misstrauensstraße runter gehen,
um dann den Weg zu finden,
der zum Vertrauen führen kann.
Seid ermutigt,
wenn gesagt wird,
wir verlassen die Misstrauensstraße,
auch wenn es sehr lange dauert.
 
Die beste Tarnung war und ist der Außenkörper,
der nicht zu
erkennen gibt     
w i e      
es wirklich zur Zeit geht.
 
Tipp:
Mit einer Zahlentabelle von 10 Plus bis 10 Minus
besteht die Möglichkeit,
unser Befinden aus zu drücken.
Aber Euer Maßstab ist oft weit von unserem entfernt.
 
Jeder von uns hat seinen  
 
 
e i g e n e n   K ö r p e r.
 
Mädchen, schlank, blond, langhaarig;
Jungen, drahtig, schwarzhaarig;
Frauen, dünne, dicke, kurze graue Haare;
Männer, blauäugig, gewelltes braunes Haar;
auch Ä l t e r e  
als das offizielle Geburtsjahr gibt es.
Wenn die,
die den Außenkörper besetzt
und längere Zeit diesen nutzen kann,
könnt ihr diese Äußerlichkeiten auch erkennen.                                                                                                           
Lasst Euch bitte davon nicht erschrecken,
da es Euer Weltbild doch stark verändern kann.                                         
Lasst Euch Zeit.
Vielleicht hilft es Euch, wenn ihr uns einmal so betrachtet:
Ein Wohnhaus,
in dem mehrere Personen/Familien wohnen und leben,
mit all ihren Problemen und Ängsten. 
Mit all ihren Vorlieben und all ihren Wünschen.                                     
Dicke, dünne, junge, alte, gesunde, kranke, lachende ...
 
                     Und   so   ist   es   bei   uns   Multis !
 
Für uns ist es so,
dass    
Die Anderen   
zu uns gekommen sind,
um uns zu helfen und  
n i c h t,  
 
dass wir uns gespalten   
 
haben.
 
Oft wird zu spät gesagt, wie es einem/er wirklich geht.
Einmal aus Angst,
es steht uns nicht zu,
Hilfe zu bekommen oder aber die Hilfe
doch zu bekommen und
die dann nur schwer ausgehalten werden kann.
Zum Anderen,
wir haben ein viel größeres
Schmerz - Durchhalten - Empfinden 
als ein Singel, 
auf Grund von unseren Erfahrungen.
 
Wenn angerufen wird und um Unterstützung gebeten wird
(was oft sehr lange hinaus gezögert wird und viel Mut kostet),
kann eine Ablehnung gut verstanden werden,
wenn sie begründet wird,
auch wenn gesagt wird : ich habe keine Lust.
Nur bitte nie ohne Erklärung absagen, bitte.
   
Wenn gesagt wird, es geht ums  
 
Ü b e r l e b e n,
dann geht es auch genau darum.
Zu Erklärung:
Wenn mehrere Leute an einer roten Fußgängerampel stehen
und nur einer der Wartenden geht los,
gehen automatische einige Leute mit,
ungeachtet der Ampel. 
Wenn bei uns einer in Panik gerät,
kommen sehr schnell auch
Andere von uns in Panik und
es wird dringend von     
A u ß e n      
Unterstützung    gebraucht.                           
Eventuell auch so zu verstehen:
Wenn ein Dominostein fällt, fallen auch die Anderen.
Nur wenn von Außen ein Stein gestoppt wird
kommt es zum Stehen.
 
         S o    a u c h    b e i   M u l t i s !!!
 
 
Wir können  n i c h t    vorher   eine   Krise    ankündigen !!!
 
G e g e n f r a g e :   
Erwartet Ihr es auch von einem S i n g e l ? !!!
 
 
Mit den Sätzen:
Es passiert dir/euch nichts, du/ihr könnt mir  
vertrauen, könnt Ihr etwas auslösen !!!
 
Bei einigen Multis gibt es
bestimmte Musik,
Wörter,
Farben,
Gestik,
die uns ins „ Nichts“ rutschen lassen.
Oft geht es so schnell,
dass der Multi es nicht mitbekommen kann
oder mitbekommen darf.
 ( Es ist auch für uns schwierig genug damit klar zu kommen )
 
Tipp:
Wenn es am Rutschen ist, hilft es,
eine bekannte Stimme,
die immer versucht zu reden und dabei oft ihren Namen sagt: 
 Ich, bin jetzt bei dir/euch, wenn mich eine/einer hören kann,
 sollte er versuchen mit mir in Kontakt zu kommen
Leider braucht es viel Zeit und Geduld (Stunden),
uns aus diesem „Nichts“ wieder zu holen.
Um wieder richtig ins Hier und Heute zu kommen,
kann es   d a n a c h   hilfreich sein, z. B.
einmal um den Häuserblock oder Essen zu gehen.
Wichtig ist es,
für kurze Zeit , 
wirklich  
die Räumlichkeiten zu verlassen
und nicht gleich im Anschluss darüber reden,
was in den vorhergegangenen Stunden war.
Und/Oder zu fragen: wieso seid ihr abge­rutscht?
Vorwürfe bringen nichts,
wird schon von uns zur Genüge gemacht.
 
Wir haben es nicht nötig,
bewusst
in eine Krise zu gehen,
um von Euch Unterstützung zu bekommen,
wir wollen lieber alles alleine schaffen.
Wir haben viel Angst,
abhängig von   Euch zu werden.
 
Wenn   Ihr flüssige Seife benutzt, achtet doch bitte darauf,
dass die Seife farbig ist, nicht klar oder weiß.
Das erinnert.
 
Unsere Energie:
Sie wird nie gegen Euch benutzt.
Und noch etwas:
nicht jede kaputt gegangene Glühbirne ist unsere!
 
Achtet auch darauf, das, was  
Ihr  
schon an Wissen habt, 
muss eine Multi noch   
nicht   
haben und ihr könnt sie mit
Eurem Wissen erschrecken.
Bestätigt das, was sie erzählen,
aber nehmt es nicht vorweg !
 
Weniger kann mehr sein.
 
Und   I h r   könnt uns fragen.
 
Nun etwas Wichtiges: 
 
Wir mögen auch Spaß und können lachen.

 

 

Was eine Therapeutin nicht tun sollte:
 
Sie sollte nicht:
ihre Klientin auffordern das Fenster im 4 Stock zu öffnen
um nach zu sehen was beunruhigt!
Sie sollte nicht:
sagen dafür bin ich zu ständig
wenn die Klientin erzählt das sie sich getraut
hat die eine Hand von einer Unterstützerin zu nehmen. 
Sie sollte nicht:
die Klientin die dabei ist wieder sich wieder zu ordneten
durch Tipps: so übernehme du oder besser du das verwirren.
Sie sollte nicht:
den abgesprochenen Urlaub der Klientin am Telefon absagen
und dann selber  in Urlaub fahren und darauf bauen
das andere Unterstützerinnen das Chaos schon schaffen.
Sie sollte nicht:
eine Urlaubskarte senden in dem sie von den Tod ihrer Katze schreibt
und das damit erklärt dass auch Therapeutinnen Probleme haben.
Sie sollte nicht:
die Klientin an den sicheren Ort schicken
wenn überhaupt noch nicht abgesprochen ist.
Sie sollte nicht:
wenn die Klientin in Krise geraten ist das damit begründen
das das nur geschieht weil sie (die Therapeutin) verabredet sei.
Sie sollte nicht:
wenn sie selbst nicht unterstüzen kann ihrer Klientin viel Glück wünschen
und die Klientin andere Menschen überläst.
Sie sollte nicht:
nach einer großen Krise die die Klientin mit viel Unterstützung
von anderen Menschen geschafft hat
sagen das Unterstützung nicht selbst verständlich ist.
Sie sollte nicht:
ihre Klientin  mit der Angst schwanger zu sein
mit den Worten trösten.darüber reden wir später .
Sie sollte nicht:
den noch minderjährigen Sohn telefonisch auffordern
seine Mutter auf die geschlossene Abteilung einer Klinik
mit dem Krankenwagen zu bringen
Sie sollte nicht:
die Fähigkeiten ihrer Klientin nutzen und dann in abrede stellen
Sie sollte nicht:
ihre Klientin auf fordern den Erstgeborenen zu suchen
obwohl sie weis das er seit Jahrzehnten Tot ist.
Sie sollte nicht:
bei all der Arbeit mit den anderen Systemen
nicht das Alltagssystem „verlieren“
und sich nur noch auf „Programme“ stürzen.
Sie sollte nicht:
ihre Klientin auf fordern noch eine Person in sich zu holen.
 
Ihr die dieses jetzt ließt
denkt:
das ist doch wohl selbst verständlich!!!
Wir haben all das
bei
EINER   
Fach - Therapeutin
erleben müssen !!!