eine Woche im Elternhaus 1958

                

                           eine Woche in Elternhaus 1958

Montag   
Mutters Hand zieht die Bettdecke mit einem Ruck weg und Giovanna muss schnell aus dem Bett springen. Die Mutter  hasst es, dass das Bett wieder nass ist und stößt das Gesicht des Giovannas in die Lache, schreit es dabei an: „Was soll das? Hast du noch immer nicht gelernt, dicht zu bleiben? Was soll ich nur mit dir jetzt anstellen!!!!!!!“ Ihre Hand schlägt immer auf das Kind dabei ein. Giovanna zieht die Sachen an, die Die Mutter hingelegt hat und geht leise und vorsichtig die Treppen runter. Stellt sich vor seinen „Katzentisch“, fragt Die Mutter, ob es sich setzen darf. „Was, du wagst es, mich anzureden, obwohl du ins Bett gemacht hast?!!!“ Giovanna bleibt stehen. Es hat Hunger, aber es wird das Marmeladenbrot nicht essen, da Die Mutter ihr verbietet, sich hinzusetzen.„Trink den Kakao.“ Vorsichtig nimmt Giovanna die Tasse und will trinken, in dem Augenblick bekommt es einen Schlag in den Nacken von ihr. „Ja, was sind denn das für Sitten. Im Stehen den Kakao zu trinken.“ Schnell setzt sich jetzt Giovanna hin, will den Kakao leer trinken, doch Die Mutter sagt: „Es wird Zeit, in den Kindergarten zu gehen. Die Mutter setzt Giovanna unsanft in den Fahrradkorb, nachdem sich Giovanna schnell angezogen hat. Die Mutter übergibt Giovanna dem Nonnenkindergarten mit den Worten: „Sei lieb und spiele schön, ich hol’ dich dann zu Mittag wieder ab.“ Giovanna geht in eine Ecke und bleibt dort bis zum Mittag stehen, da es sich nicht traut, mit den anderen Kindern zu spielen oder ein Spielzeug anzufassen, um damit zu spielen. Die Nonnen lassen es gewähren.
Die Mutter holt es pünktlich ab und fährt mit ihm nach Hause. Dort stehen der Kakao und das Marmeladenbrot noch auf dem Katzentisch. Giovanna fragt, ob es sich an den Tisch setzen darf, die Mutter erlaubt es, danach fragt das Giovanna, ob es das Marmeladenbrot nehmen darf. Die Mutter erlaubt auch das. Vorsichtig nimmt Giovanna das Marmeladenbrot, will Abbeißen, doch die Mutter schreit es an: „Was muss du tun, bevor du essen darfst?!!!“ Giovanna ist unsicher, es weiß nicht, welche Antwort die Mutter erwartet. „Musst du nicht immer erst die Hände waschen“, schreit die Mutter und schlägt Giovanna zum Badezimmer hin. Nachdem es die Hände gewaschen hat, fragt Giovanna die Mutter wieder, ob es sich hinsetzen darf und das Marmeladenbrot essen darf. Die Mutter erlaubt es. Giovanna nimmt wieder vorsichtig das Brot, beißt ein Stück ab, kaut langsam, so wie es von ihr gestern erwartet wurde. „Na, so einen Hunger hast du wohl nicht, wenn du so langsam isst, dann brauchst du auch nichts zu essen. Steh’ auf und putz’ das Badezimmer.“ Sofort steht Giovanna auf, die Mutter hat nur kurz rüber zu dem Esstisch, an dem der Vater und die Mutter sitzen, geht dann ins Badezimmer und macht es sauber. Die Mutter ruft Giovanna und schickt es zur Omi in die Wohnung, da die Mutter weg muss. Von der Omi wird Giovanna an die Nähmaschine gebunden und die Omi stellt eine Kiste mit Knöpfen hin, damit darf es dann spielen, ein paar Holznähgarnrollen sind auch dabei. Die Omi näht, spricht aber auch nicht mit dem Giovanna. Am Abend wird Giovanna wieder losgebunden und zur Toilette geschickt. Die Mutter ist wieder da. Giovanna deckt den Abendtisch, stellt die Tasse links neben das Brettchen hin, hofft, dass es heute richtig ist. Mutter setzt sich hin, nachdem die Mutter mit einem Blick den Tisch überprüft hat. Giovanna fragt wieder, ob es sich an den „Katzentisch“ setzen darf. Die Mutter erlaubt es. Giovanna fragt, ob es das Marmeladenbrot essen darf, auch das erlaubt die Mutter. Giovanna kann jetzt das Marmeladenbrot von heute Morgen essen und sogar den Kakao trinken. Es muss nach oben ins Zimmer und sich dort ausziehen, um sich dann ins Bett zu legen. Die Mutter kommt rauf, bindet Giovanna mit drei Gurten im Bett fest. Die Mutter geht raus. Giovanna wartet, denn es weiß bereits, wenn es ins Bett gebracht wird, kommen nachts Kunden. Kurz nach Mitternacht kommen diese Kunden und bleiben einige Stunden mit dem Giovanna im Wohnzimmer. Spät in der Nacht gehen diese Kunden und Giovanna geht sehr vorsichtig die Treppen rauf. Die Mutter hat die Dachlucke von dem Kabuff geöffnet und Giovanna krabbelt da rein, um dort zu schlafen.
 
Dienstag
Nach vielleicht zwei Stunden Schlaf wird die Tür von dem Kabuff geöffnet und die Mutter lässt Giovanna wieder raus. Es zieht die Sachen an und geht langsam und vorsichtig runter, fragt, ob es sich an den „Katzentisch“ setzen darf. Die Mutter erlaubt es. Auf dem Tisch steht ein Blechteller mit Milchreis, der kalt ist. Giovanna ekelt sich vor dem Milchreis. Es fragt nicht, ob es den Löffel nehmen darf. Es fragt nur, ob es den Kakao trinken darf. „Ja, aber erst, wenn du den Milchreis gegessen hast.“ Die Mutter setzt sich an den Tisch und frühstückt mit Ihm. Giovanna hebt vorsichtig etwas den Kopf, um zu sehen, was auf dem anderen Tisch alles steht. Dies bekommt die Mutter mit und schreit Giovanna an. „Weißt du noch immer nicht, dass du den Blick auf deinen Tisch halten sollst!!! Steh’ sofort auf und hole den Stock!!“ Giovanna steht auf, holt den Stock, gibt in Ihr und die Mutter schlägt einigemal kräftig zu. Dann muss sich Giovanna anziehen und die Mutter fährt es wieder zu dem Kindergarten, wo Giovanna sich wieder so verhält wie an den anderen Tagen auch.
Die Mutter holt es ab und im Haus geht Giovanna erst ins Bad, um sich dann in die Küche zu begeben. Die Mutter schreit los: „Wer hat dir erlaubt, ins Bad zu gehen und dir die Hände zu waschen!???“ Giovanna antwortet leise, dass es doch gestern erst ins Bad musste. „Mach’, dass du in dein Zimmer kommst!!!“ Giovanna geht an den „Katzentisch“, auf dem der Teller mit Milchbrei noch steht, vorbei nach oben. Es bleibt in seinem Zimmer stehen. Vorsichtig schaut es sich all die vielen Spielsachen an, die alle ihr gehören, die es aber nicht anfassen darf. Die schöne große Puppe mit den Rollschuhen bleibt genau so unberührt wie die Puppenstube, die sogar Batterielicht und ein Badezimmer mit einem kleinen Wassertank hat oder der Kaufladen mit all der schönen Auslage. Nicht zu vergessen das Himmelbett für die Babypuppe, die echtes langes schwarzes Haar und einen Porzellankopf hat. Sowie die vielen anderen Spielsachen, all diese Dinge stehen dort und bleiben dort auch stehen. Giovanna hat einmal etwas heimlich angefasst, doch die Mutter hat es sofort bemerkt und Giovanna hat deswegen schlimme Prügel bezogen. Am Abend ruft die Mutter Giovanna runter. „Mach deine Aufgabe“. Giovanna weiß nicht genau, welche Aufgabe zuerst dran sein kann. Es fragt vorsichtig, ob es erst das Bad putzen soll. „Wieso denn das: Damit du uns hinterher mit deinen Badhänden den Tisch deckst!“ Es geht zu dem Küchenschrank und überlegt, ob es heute wichtig ist, die Mutter erst zu fragen, ob es den Schrank öffnen darf oder nicht. Nach kurzem Zögern fragt es doch. „Was fragst du denn so blöde! Wie willst du denn die Dinge rausnehmen!“ Es holt schnell all die Dinge, die es für das Abendbrot braucht. Es öffnet ungefragt den Kühlschrank. „So!!! Uns bestehlen willst du!!! Geh mir aus den Augen. Mach’, dass du weg kommst!!!“ Giovanna will nach oben in sein Zimmer. Die Mutter schreit es an: “Faul auch noch! Mach’, dass du ins Bad kommst und es sauber machst!“ Nachdem Giovanna das Badezimmer geputzt hat, wartet es, bis die Mutter ihr sagt, was es jetzt tun soll. Die Mutter befiehlt der Giovanna, das es sich jetzt an seinen Tisch setzen soll und die Milchsuppe, die von heute Morgen, aufessen soll. Giovanna ekelt sich noch immer davor, aber es nimmt den Löffel und will anfangen. Die Mutter zieht es an den Haaren hoch. „Wer hat dir erlaubt, den Löffel zu nehmen???“ Die Mutter reißt dem Giovanna den Löffel aus der Hand, geht mit diesem Löffel in den Milchbrei und stopft ihn dem Giovanna in den Mund. Es kann nicht so schnell schlucken, wie die Mutter den Milchbrei reinstopft. Giovanna fängt an zu würgen. Die Mutter stopft noch mehr rein. Giovanna bricht und spuckt den Milchbrei aus. Die Mutter stopft den Milchbrei wieder rein. Giovanna kann noch immer nicht so schnell schlucken, es muss schon wieder würgen. Die Mutter hält ihr den Mund zu. Giovanna kommt der Milchbrei aus der Nase. Die Mutter nimmt wieder einen Löffel voll und stopft ihn in den Mund. Nach einiger Zeit ist der Teller leer, denn Giovanna hat es geschafft auch den erbrochenen Milchbrei herunter zu schlucken. „Wasche dich und ab nach oben.“ Langsam geht Giovanna die Treppen hoch, nachdem es sich im Bad die Hände und das Gesicht gewaschen hat. Es zieht sich aus. Die Mutter kommt hoch, macht die Dachluke von dem Kabuff auf. Giovanna kann da rein klettern und sich hinsetzen, zum Liegen ist nicht Platz genug.
 
Mittwoch
Am Morgen ist es schwer für das Giovanna, aus dem Kabuff  zu kriechen, da es sehr eng war. Nach dem Anziehen kommt Giovanna in die Küche. Es fragt, ob es den Tisch decken soll. Nachdem es den Befehl bekommen hat, holt Giovanna alles, was auf den Frühstückstisch liegen sollte. Wo nur kommt heute Morgen die Tasse hin? Giovanna zögert kurz, dann stellt es die Tasse wieder links neben das Brettchen hin. Die Mutter schreit: „Wo kommt die Tasse hin: wie oft soll ich es dir denn noch sagen: immer rechts!!! Setz dich hin!“ Giovanna die Mutter hat, dass es wieder Milchsuppe hat. Giovanna fragt, ob es die Milchsuppe essen darf. Die Mutter sagt ja und nachdem Giovanna sich gesetzt hat, die Mutter hat es, dass kein Löffel auf dem Tisch liegt. Die Mutter fragt vorsichtig, ob es aufstehen darf, um sich einen Löffel zu holen. „Wenn du es nicht vorher die Mutter hast, dann musst den Milchbrei eben mit den Fingern essen. Beeile dich, es ist nicht mehr viel Zeit. Einige Milchreiskörner isst das Kind, dann zieht es sich an und wird von ihr wieder zum Kindergarten gefahren. Am Mittag wieder abgeholt, nachdem es dort die Stunden im Kindergarten gestanden hat.
 
 
Der Vater sitzt in der Küche am Tisch und isst mit ihr, Giovanna isst den Rest Milchsuppe und bekommt
dann noch etwas von dem Essen, was die Beiden übrig gelassen haben. Die Mutter geht. Der Vater sagt zu Giovanna: Morgen, da kommst du in das Wohnzimmer, wenn ich dich rufe und ich tue genau das, was ich dir jetzt sage. Zuerst....... Giovanna weiß, dass diese Zeit für ihn dann sicher ist. Dass dann nichts anderes als das Angekündigte geschieht.
 
Die Omi ruft das Giovanna, es setzt sich wieder an die Nähmaschine und wird dann von der Omi festgebunden. Die Omi gibt heimlich ein Butterbrot mit Butter und Zucker bestrichen. „Iss schnell auf.“ Giovanna schluckt dieses Butterbrot schnell runter. Danach ist dem Giovanna etwas schlecht, es war zu viel und vor allem zu schnell gegessen worden. Die Omi näht. Dann muss Giovanna das Kleid anprobieren, dafür bindet die Omi es los. Es darf danach etwas aus dem Fenster schauen. Dann muss es das Kleid nochmals anprobieren und danach wird es wieder festgebunden. Der Opi kommt am Nachmittag betrunken aus der Kneipe. Die Omi macht ihm das Essen warm und stellt es ihm auf seinem Platz. Nachdem er aufgegessen hat, geht er ins Schlafzimmer, zieht sich aus und ruft Giovanna
zu sich. Die Omi bindet Giovanna von der Nähmaschine los und geht aus dem Schlafzimmer (die Nähmaschine steht im Schlafzimmer der Großeltern), macht die Tür zu. Giovanna legt sich zu dem Opi ins Bett. Nachdem Opi mit dem Giovanna fertig ist, gibt er ihr etwas Pfefferminzschokolade und schläft dann ein. Die Mutter kommt wieder zurück und holt Giovanna aus dem Schlafzimmer,
Giovanna hat dort kurz geschlafen. Im Flur schreit Die Mutter Giovanna an: „So, am helllichten Tag schlafen. Da hab’ ich mir ja einen Bastard aus dem Heim geholt, nichts als Ärger mit dem Balg. Mach’ deine Arbeit.“ Giovanna putzt das Bad sauber, deckt den Abendtisch und stellt die Tasse rechts hin. Durch die Ohrfeige von Ihr fliegt es durch die Küche. „Was habe ich dir gesagt!!! Wo kommt die Tasse hin!!! Immer links!!! So dankst du mir, dass ich dich aus dem Heim geholt habe. Nur stur und bockig. Na, das treibe ich dir aus.“ Der Holzlöffel trifft immer wieder den Rücken des Giovannas. Giovanna sagt verzweifelt, dass es jetzt immer die Tasse richtig hinstellen will. „Geh’ in deine Ecke und rühr’ dich nicht, bis ich mit dem Essen fertig bin.“ Giovanna stellt sich in die Ecke. Es weint nicht. Die Mutter schreit es an: „Stolz auch noch. Na warte.“ Diesmal benutzt die Mutter den Teppichklopfer und Giovanna lässt die Tränen laufen. Jetzt kann es in der Ecke ruhig stehen bleiben. Die Mutter und Er essen Abendbrot. Der Hund bekommt Butterbrot mit Leberwurst bestrichen. Der Vater sagt: „Die muss aber auch was bekommen.“ „Halte dich da raus. Außerdem bekommt es heute Nacht ja noch Protein. Geh nach oben.“ Giovanna geht nach oben, zieht sich aus und wartet. Die Mutter schnallt Giovanna im Bett fest. Einige Stunden später kommen die ersten Kunden für die Nacht. Nach circa fünf Stunden gehen diese Kunden und etwas später kommt der ältere Kunde, der es mag, wenn er mit dem Giovanna „es ist das erste Mal“ machen darf. Danach kann Giovanna nach oben in die Dachluke und es schläft dort noch fast drei Stunden.
 
Donnerstag
Giovanna deckt den Frühstückstisch und weiß nicht, wo es die Tasse hinstellen soll. Es stellt die Tasse rechts hin und wartet, bis Die Mutter ihr erlaubt, sich an den Katzentisch zu setzen und das Marmeladenbrot und den Kakao zu trinken. Danach zieht Giovanna sich an und die Mutter fährt es in den Kindergarten. Um Mittag wird es wieder abgeholt. Er hat das Mittagessen gekocht, Schweinskopf mit Brot und Salz. Giovanna darf sich zu Ihm an den Tisch setzen und bekommt auch von dem Essen etwas. Die Mutter mag es nicht und isst deswegen etwas anderes. „Na, die Tracht Prügel hat geholfen. Heute ist ja kein Stress mit dir, du Bastard.“ Nach dem Essen macht Giovanna das Bad wieder sauber.
Die Mutter fährt weg. Er ruft Giovanna ins Wohnzimmer und es geschieht alles genauso, wie er es dem Giovanna erklärt hat. Welch eine Sicherheit. Nachdem er fertig ist, darf Giovanna gehen. Es geht in sein Zimmer und bleibt dort stehen und schaut sich die vielen Spielsachen an. Die Omi ruft Giovanna und es muss das Kleid nochmals anziehen. Danach wird es wieder festgebunden. Es darf bei der Omi und dem Opi zu Abend essen. Die Mutter kommt später. Die Omi bringt Giovanna ins Bett, passt auf, dass es vorher noch auf die Toilette geht. Bevor Giovanna einschläft, denkt es, dass heute ein guter Tag war, da die Mutter so wenig geschimpft hat.
 
Freitag
Nur mit viel Mühe kann Giovanna aus dem Bett kommen, die Treppen geht es sehr langsam und sehr vorsichtig runter, um dann im Bad sich zu waschen. Es deckt den Tisch. Giovanna stellt wieder die Tasse rechts hin und Wartet, dass es sich hinsetzen darf. Die Mutter kommt in die Küche, die Mutter hat zum Tisch und schreit: „Hol’ den Holzlöffel.“ Giovanna macht die Schublade auf und will den Holzlöffel rausnehmen. Doch da schlägt die Mutter schon zu: „Wer hat dir erlaubt, die Schublade zu öffnen.“ „Aber ich soll doch den Holzlöffel holen.“„Widerworte, ja, das wird ja immer noch schöner mit dir.“ Die Mutter zieht die Schublade auf und holt den Holzlöffel raus und schlägt und schlägt das Giovanna. Dann muss sich Giovanna anziehen und es wird von ihr in den Kindergarten gebracht.
Das Sitzen während der Fahrradtour tut dem Giovanna heute weh. Es bleibt gleich am Eingang des Kindergartens stehen. Es steht noch am Mittag da und wird wieder abgeholt. Giovanna ist sehr müde.
„Mach das Bad sauber und dann kannst du dich an deinen Tisch setzen und essen. Und stör’ mich ja nicht.“ Leise und sehr vorsichtig geht Giovanna nach dem Putzen in die Küche und will sich hinsetzen, aber die kleine Bank vor ihrem Tisch steht auf dem Tisch und die Mutter ist die Küche am Wischen. Giovanna bleibt stehen und es traut sich nicht zu fragen. „Was stehst du so nichtsnutzig da“, schreit Die Mutter Giovanna an. „Ich kann mich nicht hinsetzen.“ „Das sollst du auch nicht. Wisch’ die Küche fertig und dann stell alles wieder so hin, wie es vorher war.“ Nachdem Giovanna diese Arbeit getan hat, wartet es, ob es sich jetzt hinsetzen darf. Die Mutter stellt kaltes Essen auf den Katzentisch und befiehlt dem Giovanna, sich hinzusetzen und zu essen. Es isst alles auf und trinkt auch das Glas leer. „Du kannst in dein Zimmer gehen, ich komme später rauf.“ Noch immer geht Giovanna die Treppen vorsichtig und langsam rauf, bleibt im Zimmer stehen und wartet. Am Abend kommt die Mutter und Giovanna kann wieder in den Kabuff zum Schlafen rein kriechen. Die Mutter macht die Tür zu. Giovanna will schlafen. Die Mutter kommt später, macht die Tür auf und zieht dem Giovanna den Schlafanzug an, um es dann mit nach unten zu nehmen, wo der Kunde im Wohnzimmer sitzt, der ihm immer ein Tuch über das Gesicht legt. Nach kurzer Zeit kann Giovanna wieder nach oben in den Kabuff und endlich schlafen.
 
Samstag
„Du weißt, was du heute alles zu tun hast, also beeile dich mit dem Anziehen“, mit diesen Worten holt die Mutter Giovanna aus dem Kabuff. Es kriecht mühsam da raus und es zieht sich langsam und vorsichtig an, geht dann langsam die Treppen runter. Putzt das Bad, macht dann das Schlafzimmer sauber und deckt den Frühstückstisch. Es weiß wieder nicht, wo die Tasse hingestellt werden soll.
Es stellt die Tasse rechts hin. Die Mutter schlägt dem Giovanna mit der Hand ins Gesicht und stellt die Tasse links hin. Danach darf es sich setzten. Giovanna hat Durst und es nimmt die Tasse mit dem Kakao. „So, du hast es wohl nicht mehr nötig zu fragen.“ Durch den Schlag fällt die Tasse auf den Tisch und der Kakao läuft aus. „Verschwinde aus meinen Augen. Lass’ dich nicht mehr blicken.“ Giovanna steht auf und will gehen. „Wer hat dir erlaubt aufzustehen“, schreit die Mutter. Giovanna setzt sich wieder langsam hin. „Na, dann iss mal deine Schweinerei auf.“