der besuch in dem ort wo...

der besuch in dem ort wo....

Reise-Tagebuch
vom 16.07 bis 20.07.2008
 
diese reise war ja in den letzten zwei jahren immer wieder im gespräch, in den letzten monaten fester bestandteil der therapiestunden und dadurch sehr gut vorbereitet.
 
Abreise:
am abend vor der abreise musste unsere thera absagen, da ihr bruder am tag mit verdacht auf herzinfakt ins krankenhaus eingeliefert wurde. kurzes überlegen, ob wir die reise nun absagen. nein, wir fahren, und nicht nur aus der überlegung heraus, dass schon der zug und die wohnung bezahlt wurden.
nein, es wird zeit, dass wir und die weidenkätzchen und auch die muscheln nach 30 jahren dort wieder mal sein können. es ging, es geht um überprüfen!!!
die fahrt war schon toll. ich, joana und einige andere bei uns fahren sehr gerne zug und 4 std ist ja schon eine schöne zeit.
mh musste sich ein raucherpflaster für die fahrt kleben und so konnte sie es auch ok finden. und natürlich muss im zug gepicknickt werden!
 wie wir dann durch den teuteburger wald fuhren, wollte ich mh dieses denkmal zeigen.
aber: dieses denkmal, nur dieses denkmal, war im nebel,
drumherum alles schön zu erkennen...das denkmal nicht.
ok, hat wohl seinen grund.
 
Ankunft I:
beim einreisen des zuges in unserer stadt war die aufregung schon stark. als vorletzte ging unsere mh aus dem zug und dann betraten wir diesen bahnsteig der stadt.
wir mussten umsteigen, hatten schon oft überlegt, wie wir es schaffen nicht in dieser bahnhofshalle zu müssen um zum anderem bahnsteig zu kommen, wussten aber keine möglichkeit. also wir hatten noch nicht beide füße auf dem bahnsteig,
da kam eine frau von der bahnhofsmission auf uns und meinte: "sie können bestimmt einen aufzug gebrauchen". schnappte sich unseren rucksack und unsere mh und wir hinter ihr her. mit dem lastenaufzug runter ein paar schritte und dann wieder mit einem anderen lastenaufzug hoch und schon standen wir vor der bimmelbahn, mit der wir in unseren ort mussten!
wau, so also geht es, dass wir diese bahnhofshalle nicht betreten müssen!
 
Ankunft II:
auf der letzten strecke wuchs doch sehr die aufregung, während der fahrt merkten wir schon, dass sich die weidenkätzchen-traube zurück zog, sie kam erst wieder, als wir in B waren. die letzten meter und der zug rollt in den bahnhof ein. das gebäude hat sich nicht verändert, aber es ist geschlossen, überhaupt sieht dieser bahnhof sehr verwahrlost aus. egal, den brauchen wir ja nicht.
vor dem bahnhof erkennen wir erstmal nichts mehr, die alten flachbauten, wo baumeister, kneipe und juwelier (ein Täter) drin waren, sind weg, da ist jetzt wiese...und daneben wohnhäuser. die straßen gab es vor 30jahren nicht. und dann kommen wir aus dem staunen schon jetzt nicht raus, da stehen drei linienbusse! "hier gab es nie busse vor dem bahnhof", sagen wir. das erstaunt uns, wo doch wohl jeder mehr oder weniger ein auto hat, gibts hier drei busse...
dann kommt herr A und holt uns mit dem mietauto ab, fährt uns auf diese straße, die wir noch nicht kennen, wir schauen und schauen...
"wenn sie uns jetzt hier raus lassen, dann muss ich ihnen sagen, dass ich keine ahnung habe, wo wir hier sind, wie ich in die ortsmitte komme." "ach ja, dieses können sie ja nicht kennen. also das sind die neubauten von * und da rechts ist die *akademie. wir fahren gleich in das gewerbegelände, dort, wo auch ich meine firma habe."
noch immer keine ahnung...boo hat sich das verändert.
"ok hier rechts ist meine firma, und wo haben sie ihre ferienwohnung?"
"in der..."
"gut, dann fahre ich sie erstmal dort hin, damit sie wissen, wo die liegt."
"ja ok. die straße davor gab es schon früher, also weiß ich schon, wenn ich vom krankenhaus abbiege, wo ich suchen muss. aber ich muss erstmal das krankenhaus finden".
"hier war früher gaststätte *."
"Oh ja, das kenne ich, moment, nun weis ich, wo wir sind. nun geht es rechts, dann zur hauptkreuzung, dann links zum krankenhaus und dort ist die straße, die uns zu unsererr ferienwohnung führt."
"ja schon, aber wir fahren gerade aus. sehen sie, hier ist ein gutes grosses einkaufscentrum. dort bekommen sie sehr leckere brötchen und die warmen speisen sind gut. übrigens in dem alten gasthaus ist heute ein sehr guter italjener, der sehr gutes essen macht. und hier rechts rein ist die straße. welche nr hat die ferienwohnung?"
"nr "
"hier ist es."
"ja schön und den weg zu ihrer firma finde ich auch. gut, jetzt weiß ich das schon mal."
dannach sind wir zu seiner firma gefahren, noch einiges an papieren ausgefüllt und dann hat er uns noch einige tips für unseren kurzaufenthalt gegeben.
ein sehr angenehmer mensch.
wir steigen ein ins auto und fahren mit mh nun zu unserer ferienwohnung, die wir auch auf anhieb finden. die vermieterin gibt uns den schlüssel, wir das geld und dann war sie weg. die wohnung besteht aus einem wohn-schlaf zimmer, einer wohnküche und großem bad und einem kleinen, aber schönem garten, den wir aber nicht nutzen können, denn es regnet in den 4 tagen fast ununterbrochen...ist aber in dieser gegend normal. wir packen die sachen aus, mh holt beim bäcker, der gleich um die ecke ist, ein stück kuchen, während wir teewasser kochen lassen.
wir sind da!
in dem ort unserer kindheit und jugend!!!
 
der erste Ausflug: (wir machen alles immer mit mh zusammen)
so um 17h war klar: nun müssen wir zum haus von tante klärchen.
ok, die großen straßen sind ja geblieben und wir finden es sehr schnell. stellen das auto ab und steigen aus.
dieses haus, es gibt es noch!
es war, so weit uns bekannt ist, das einzigste haus, was für uns ok war...wo wir wenige, aber sehr ausgeruhte zeiten hatten.
wir stehen dort.
schauen genau.
neue fenster sind da drin und eine steinmauer gibt es jetzt davor, aber ansonsten ist es das haus von tante klärchen.
wir gehen diese kleine straße um das haus...
"schau genau, dort war das wohnzimmer und dort das schlafzimmer und dort die garage und die waschküche daneben...
es gibt sie noch, es scheint alles so wie damals. boo sind die bäume gross geworden".
wir gehen wieder vor dem haus.
"aber das haus stand früher nicht so dicht an der kreuzung, wir mussten doch nach dem einbiegen von der kreuzung in diese strasse noch immer etwas laufen...und nun ist es so dicht daran:?!"
"na ja, damals als kind war es schon einige schritte mehr als heute aus dem erwachsenen blick", sagt mh.
"ja stimmt! aber so viel?!"
 wir gehen immer wieder auf und ab, trauen uns dann die pforte zu öffnen, um zu schauen, wer nun in dieser wohnung wohnt.
Klar, kennen wir nicht.
oh, es tut gut, hier zu sein.
hier an diesem ort des kind-sein-dürfen, des es-passiert-dir-hier-nichts.
diese tante klärchen weiss nicht, wie wichtig diese ach so wenigen aufendhalte bei ihr und ihren kindern für uns waren
und auch heute noch sind.
eine perle der glücklichen erinnerungen.
nach fast oder doch über 1 std fahren wir...
...auf dieser straße weiter über den kanal, biegen dann in eine kleine straße ein, die zu diesem see bringt, dort wo wir zu abend essen wollen. das hat sich hier überhaupt nicht verändert, noch immer die viel zu kleine straße und das riesen hotel und dort dort ist die gaststätte, die heute eine pizzaria ist, es stehen sehr viele autos davor, obwohl es ein mittwoch ist.
"das ist aber voll, sollen wir woanders hin?"
"macht, wie ihr denkt."
"ok, dann fahre ich jetzt dort entlang. dort in diesem haus nee in...wo ist denn das haus? das haben die umgebaut oder abgerissen,
das müsste es sein. dort haben wir unseren ersten hund bekommen. und diese zugunterführung war damals viel viel schmaler."
wir fahren weiter kommen näher an ost...
"boo sind dort häuser, da war früher alles wiese, da gab es nichts bis auf einem großen bauernhof.
hier in der straße war unsere erste lehrstelle, hier war...oh auch weg...da steht ein wohnhaus...dort war die Schneiderrei und dahinter deren privathäuser. das weiße große da, das war vom alten herrn und das das von junior."
lieber wieder zurück fahren, sonst kommen wir zu dicht an unsere straße.
"dort war mal eine kleine kneipe, wo opi immer saufen ging. was haben die das groß umgebaut. gefällt mir überhaupt nicht."
wir fahren weiter, kommen zu der pizzaria und beschliessen, dort zu abend zu essen, eine sehr gute entscheidung.
und wir trinken eine regina, das ist ein kindererinnerungsgetränk.
"schmeckt es so, wie es aussieht?!?"
"denke ja, probier doch. ist für uns ok."
mh nimmt eine kleinen schluck und ihr gesicht sagt...danke nein.
nach dem essen fahren wir zurück in die ferienwohnung und machen es uns dort gemütlich. gehen so um 22:30h schlafen.
 
17.07 Tag:
wir haben sehr gut geschlafen,
es immer so, wenn jemand oks mit im zimmer schläft, können wir tief und fest schlafen und auch fast durchschlafen...
mh schaut den himmel an und meint: ",noch immer regen, ist alles soo grau in grau. da macht das aufstehen keinen spaß."
"so ist das an die 9 monaten hier. sollen wir brötchen holen und das frühstück machen?"
"langsam, ich muss erstmal wach werden."
so richtig ist sie es wohl in all den tagen nicht geworden denn es bleibt ja trübe, es meimelt und dieses meimeln lernt mh jetzt kennen.
wir holen beim bäcker brötchen und eine tageszeitung, machen das frühstück fertig und gehen dann mit all dem auf einem tablett ins schlafzimmer.
wir frühstückten im bett!!!
mit zeitung!!!
in dem ort, wo so etwas verboten war!!!
heute tun wir es. und es ist schön!
wir frühstücken über 2 std!!!
und es ist stimmig. kein stress, dass wir etwas verbotenes tun. 
 
zweiter Ausflug:
so um die mittagszeit sind wir dann startklar, gehen aber vorab mit mh noch einkaufen.
wir schauen uns menschen an, in deren gesichter, ob wir jemand erkennen, vielleicht eine/n aus der schule.
wir machen dabei einen entscheidenen fehler. wir schauen in die gesichter von ca 20-30jährigen. wir haben noch nicht auf dem schirm, dass die ja auch 30 jahre älter geworden sind. das dauert noch die nächsten tage, bis wir das umsetzen können.
wir fahren zum info-punkt, um noch neue oder alte infos zu bekommen, ein buch intressiert uns sehr, da es sehr viele fotos aus unserer zeit enthält. leider gibt es dieses buch nicht mehr...aber wir werden uns darum kümmern es zu bekommen...
und dann gehen wir auf der hauptverkehrsstraße an den geschäften entlang.
"da war früher der große lebensmittelladen drin, dann muss das die wohnung von frau sein,(die A-Frau und herr waren öfter in seiner wohnung im bett, ab und an mussten wir im wohnzimmer warten, er hatte aber keine intresse an uns) und dort war ... oh, dort das ist der fleischer, wo unser hund sich immer eine wurst abholte, indem er bei denen hinten die tür aufmachte und die sich nur zu helfen wussten, diesen grossen hund wieder loszuwerden, indem sie ihm eine wurst oder grossen knochen zu warfen.
lass uns hier rein, dort war unsere zweite ehewohnung."
wir suchen und suchen, können das haus nicht finden.
"die können doch so ein grosses mehrfamilienhaus nicht abgerissen haben."
"wer weiß, hier hat sich doch sehr viel verändert, sagt ihr."
dann erkennen wir das haus von dr. (ein täterhaus). das hat sich nicht verändert, es sieht genau so aus wie früher, ok, der kleine anbau ist weg, dafür sind große räume angebaut, aber die vorderansicht, genau wie früher.
wir gehen weg von diesem haus wieder auf die geschäftsstraße. erkennen, dass dieser fleischer umgezogen ist, dass wir dadurch auch nicht unsere wohnung finden können. wir finden das mehrfamilienhaus genau wo es auch früher stand...zeigen mh noch dies und das. wir finden durch zufall sehr schöne wolle und kaufen sie. dann geht es zurück über die geschäftsstraße, aber auf der anderen straßen seite.
erklären mh wieder, was dort war. zeigen ihr auch die super schöne eigentumswohnung der "Eltern" von aussen.
mh schaut auf das klingelschild.
"da sind die büroräume von einem betreutem wohnen drin. kennt ihr das?"
"nein, nie was davon gehört."
wir kommen an die alteingessesene bäckerei  (dort hat die A-Frau gearbeitet und ab und zu haben wir mit geholfen)
und gehen rein, schauen uns um...
trauen uns aber nicht dort hin zu setzen
...es könnte ja jemand kommen, der uns erkennt und dann können wir nicht weg...das möchten wir nicht.
wir fahren mit dem auto weiter nach neu ost, kennen alles nicht...
so langsam bekommen wir hunger und
finden den imbiss, den es damals schon gab, wir aber uns nie trauten, dort rein zu gehen, tun es heute und essen dort sehr gut.
auf der rückfahrt entdeckt mh einen straßen- namen von jemandem, der ein täter Pfarrer * war,* Pfarrer kam als kunde ins A-Haus und legte, nach dem er sich ausgezogen hat, und sein ding schon stand ein tuch auf das gesicht des kindes.
aber da auch ein angesehener bürger in diesem ort war, steht ihm ein straßenschild zu.
"das ist heftig," findet mh finden wir nicht so. wir fahren zu unserer schule.* * wo der rektor oft ins A-Haus kam und ihm garten öfter mit der A-mutter sex hatte. finden die schule auf anhieb, stellen das auto ab. gehen auf den schulhof.
finden unsere stange, an der wir in jeder pause an jedem schultag standen, wartend, dass wir wieder ins klassenzimmer konnten.
wir stellen uns an unsere stange. schauen und schauen... "das hier, das ist unsere stange."
"seit ihr ok?"
"ja, sind wir. die haben aber noch klassenzimmer angebaut, da gab es früher nur zwei unten und zwei oben. und weißt du, was wir jetzt machen?!!!
wir gehen jetzt zu der damaligen katholischen schule über den schulhof.
das war ja unter strafe verboten in den 60ziger, über die grenze zu gehen. jetzt machen wir es!
wir sitzen zum erstenmal in unserem leben auf den treppen der katholischen schule.
"es tut gut, das zu tun!"
"jetzt ist genug, jetzt möchten wir fahren."
"ihr bestimmt, ihr fahrt dann, wann es für euch ok ist."
wir fahren zur ferienwohnung. mh legt sich etwas hin, wir schauen fern. am spätnachmittag fahren wir wieder los,
Text von den Muscheln
es ist eine längere fahrt. es geht zum bauernhof * der auf anhieb gefunden wird. es wird die einfahrt hoch gefahren. das wohnhaus ist um-an-gebaut, sieht wohl sehr verändert aus. aber den schweinestall, den gibt es noch. ist aber ohne tier heute. die scheiß ringe auf dem weg gibt es auch noch. daran wurden wir festgebunden. das ist heute ein pferdehof,.damals ein bauernhof.
wir können fahren, wann wir wollen!!!
 
wir fahren wieder weg davon.
fahren zu dem heim, wo norbert war,
es ist auch heute noch so eine art heim. aber auch das ist umgebaut, können es erst nicht richtig erkennen, doch dann:
"dort ist die tür, die wir vor 40jahren aufmachen mussten, um den kinderwagen zu holen. ja genau, das sind die zimmer, wo die kleinen drin lagen. und da wo der neubau jetzt steht, stand mal das bürogebäude."
wir sind dort, wo unser erstes kind gelebt hat!!!
und es regnet und regnet, so dass wir schnell zum auto müssen, um nicht völlig durchweicht zu werden.
wir fahren.
finden das haus von *...* der war sehr brutal und lies seinen sehr jungen sohn (ca20) auch mitspielen
 
es ist klar, dass da mh nicht aussteigen darf. nach ca 1min kommen die hunde, wir sind aber schon am weg fahren.
das ist auch heute noch ein täterhaus,
das spüren wir!!! 
wir kommen an der kirche vorbei, (dort in der kirche wo rudolf * der wohl auf so einem altar liegt, die Haare und sein körper angezündet, wir "erkennen" nur die anzüge von fünf männern (kein gesicht) und noch zwei-drei kinder, wohl in unserem alter. der kleinste von den kindern gerät bei dem versuch rudolf zu verbrennen in panik, rennt schreiend aus der kirche, wir kinder hinterher, zum elternhaus vom rudolf, was so ca. 5min entfernd ist.
fahren die kleine straße rein, stellen das auto ab, gehen mit mh dort entlang.
diesen kelleruntergehgang (der wohl wichtig für die Weidenkätzchen war) gibts nicht mehr...ist zu geschüttet...
Jutta geht etwas dichter dran: "es war wohl hier, denn hier sehe ich wohl noch die kellertreppen bzw. den absatz."
und wieder fängt es an zu regnen. wieder schnell ins auto.
"das haus von horst sieht aber sehr leer aus, so unbewohnt..."
"wer ist horst?"
"ach so, also horsts mutter redete öfter mit unserer darüber, dass bei horst sich in der hose noch nicht tat.
bis dann irgendwann sie ganz stolz sagte: heute nacht war es wohl, denn jetzt ist was in der schlafanzugshose."
"wie bitte?!!" fragt mh uns erstaunt.
uns fällt nicht auf, wie abgefahren es ist. ja, sie hat ja recht, aber das fällt uns erst jetzt auf.
"und weißt du, was wir jetzt machen? wir gehen jetzt ein leckeres eis essen!!"
"ok, wenn ihr das jetzt möchtet, dann ist es ok."
wenig später sitzen wir in dem eiscafé, das es auch schon damals gab und wir essen ein eis.
unser erstes eis in 55jahren, in dem ort wo wir großgeworden sind!!!
auch das war früher unter strafe verboten. und nun sitzen wir dort und es ist ok.
wir bekommen überhaupt keinen druck, wegen verbot überschreitung. es ist ok hier zu sitzen.
doch das ganze eis essen wir nicht auf, war zu viel.
auch das geht. wir können es stehen lassen!!!
toll, was wir alles in den letzten jahren gelernt haben!!!
 
18.07 Tag:
wieder bis mittag im bett gewesen mit leckerem frühstück und tageszeitung lesen!!!
wir fahren mit mh zu der stelle, wo sie in unserem traum gesessen hat und auf uns gewartet hat,
es sieht genau so aus, wie wir es geträumt haben.
dann geht es zum friedhof. die grabstelle ist leer,
die haben alles weggeräumt: den grabstein, die grabplatte und so.
stark.
mh "tanzt" ein paar schritte auf dieser stelle, wo diese "unsere" A-familie wohl liegt bzw. gelegen hat!!!
und diese stelle kann nicht neu belegt werden, da sie noch bis 2022 in unserem besitz ist.
wir schlendern so langsam über den friedhof, sehen, dass der und der und so weiter auch dort liegen...
herr * (ein täter der unwarscheinlich fett war und gast im hotel * war) hatten wir ganz vergessen, der liegt aber auch da. schön!!!
wir kommen zu unserem kindergarten *, * gudrun und heidemarie waren immer dort
die tür ist offen, wir gehen rein, werden nett von einer frau begrüßt und wir sagen:
 „vor 50jahren waren wir als kind hier, mussten morgens immer erst einen groschen in den schwarzen jungen geben, der dann dankend mit dem kopf wackelte und wir angst hatten das der puppe der kopf abfällt!.“
"Das ist ja schon lange glücklicherweise vorbei!" sagt diese frau. "und kommen sie doch rein, schauen sie sich um, dieser kindergarten ist zweimal erweitert worden."
"hier, hier ist unsere ecke, in der wir stunden standen und gewartet haben, bis sie uns wieder abgeholt hat. wir konnten damals aus dem fenster sehen, genau auf bäume."
da steht heute eine zimmermauer. doch wie wir das kinder-spiel-zimmer betreten, sehen wir genau diese bäume, klar sind größer, aber sie stehen noch da.! wir finden die toiletten dort, wo sie auch schon damals waren und gehen dann raus.
gehen zu fuß nach gaststätte *...(wo die A-Frau immer gearbeitet hat und die kunden für uns mit uns in ein zimmer gegangen sind)
"siehst du dort oben: hinter einem dieser zwei fenster, da war das zimmer, wo die männer mit uns drin waren.
auch dieses haus sieht fast unverändert aus, ist noch immer eine gaststätte.
weiter zu fuß zum auto zurück, um dann nach haus kannen (die damals schon grosse verrücktenanstalt) zu fahren. es steht noch genau so groß und erschreckend da.
stellen das auto ab, gehen in die eingangshalle, die heute durch eine sehr große glastür sehr hell ist, damals war es für ein kind nicht möglich, die schwere holztür zu öffnen. wir wollen dort schnell weg. lassen das damals nicht an uns ran.
fahren weiter,
finden ein täter haus nicht.
das andere ist am verfallen. wir steigen aus und es ist ok, erstaunt, dass dieses herrschaftliche haus eine ruine wird.
wir pinkeln auf den rasen.
tut gut.
fahren von dort in die Stadt,
stellen das auto auf einen behindertenparkplatz ab und legen unsern schein rein, ist schon ein komsches gefühl, das tun zu können.
gehen dann auf die einkaufsmeile in das cafe *.
setzen uns dort hin, bestellen eine coco cola und ein stück kuchen, mh auch,
wir machen es so selbstverständlich!!!
wir sitzen hier!!!
wir essen hier kuchen!!!
schauen die menschen an, die im meimel rumlaufen. mh wundert sich, dass so viel leute unterwegs sind.
"es ist doch freitagnachmittag, da haben die vielen beamten feierabend"
"ja schon, aber es regnet und die laufen rum, verziehen nicht mal das gesicht über den regen."
"ach, das ist doch hier normal. wenn nicht im regen raus gegangen wird, dann müssen die ja immer drin bleiben."
"diese stadt ist nichts für mich. hier würde ich nach zwei monaten sooo eine depri haben!"
dann bummeln wir weiter über/durch die gute stube. kommen dann an den *, gehen rein,
wir stehen vor dem eingang, wo damals...
entführung.
wir sagen es mh und sie möchte da dichter ran kommen,
geht aber nicht, es gibt nur diesen doppeltgesicherten zugang.
booo, das war für uns doch etwas zu dicht. klar, ist ja auch mal erst 9 jahre her, dass es passiert ist.
schnell weg und wir finden einen sehr schönen kleinen chinaladen, in den wir rein gehen. wir und mh schauen schöne dinge an,
mh kauft etwas. es ist wieder ok, wir sind wieder ok und mh auch. bummeln noch weiter, schauen uns die vielen teuren auslagen
noch so 3 stden an.
fahren dann etwas durch die stadt, verfahren uns etwas,
fahren dann nach * zu der gaststätte, wo wir hin wollten. essen dort, was aber nicht so schön ist. fahren dann zur ferienwohnung.
 
19.07 Tag 
wieder gut und lange geschlafen und dann auch wieder schön gefrühstückt im bett.
später dann in einem kaufhaus stricknadeln gekauft und
dann an dem kanal entlang suchen die alten gaststätte *, die wir so aber nicht finden konnten,
fahren einen fahrradweg mit dem auto und kommen so ganz nah an *
laufen etwas zu fuß dort hin, aber da es wieder anfängt zu regnen und es aussieht, dass es einen ordentlichen guss gibt, gehen wir wieder ins auto. wir erklären, was es mit der alten gaststätte auf sich hatte. "keine ahnung, mit wem wir den langen weg gelaufen sind, ich bekomme die info nicht, aber wenn wir dann da waren, mussten andere kinder und wir uns auf der draussenkegelbahn hinstellen und wurden dann mit der kugel "umgekegelt" und wer getroffen wurde, musste raus."
"wie bitte, das hab ich noch nie von euch gehört."
"na ja, das war ja auch keine gewalt, also wir wurden ja nicht geschlagen oder angefasst oder sexuelle gewalt.!"
"ja, aber das war doch auch verrückt!?"
"ja, jetzt wo wir so darüber nachdenken, stimmt schon, hast schon recht. war schon abgefahren!
aber ich glaube, wir haben das nie als gewalt gesehen, erst jetzt?!"
wir fahren zurück am kanal vorbei,
kommen immer näher an die straße, wo wir wohnten, fahren die querstraße entlang.
Sehen, dass es das einkaufgeschäft nicht mehr gibt. dort steht ein großes wohnhaus. auch den garten von frau * gibts nicht mehr.
dann sind wir vorbei an unserer straße.
suchen das kleine haus von frau * und finden es fast unverändert.* zu frau * ist omi mit uns ab und an geganen und wir mussten dann für einige zeit mit dem gesicht zur ecke dort in eine ecke stehen.
fahren einen weg.
das haus ist auch unverändert, scheint aber heute nichts mehr zu laufen.
wir erklären Jutta, wie so ein schützenfest hier ablief und wahrscheinlich noch heute abläuft und
sie "ich bin bestimmt nicht dafür gemacht, finde das alles nur na ja, ist nicht meine welt."  
dann fahren wir nach Te..te.
dort das haus gesucht und gefunden...
wir sind dort ausgestiegen.
noch immer dieser große hohe zaun und wir pinkeln auch dort hin.
dann zu dem großen krankenhaus.*  dort waren wir 1996 war verrückt! und Täter dort also ärzte. dort war der hauptflur mit spiegelfliesen ausgelegt und wer ganz leicht darüber gehen konnte wurde entlassen. hat sich nicht verändert.
doch wir finden diese weiße kleine haus, was in unmittelbarer nähe steht, nicht, vielleicht angestrichen oder verklinkert.
auf der rückfahrt kommen wir noch an den hubertshof, halten kurz. erklären mh "dort haben die blinden ihre feste gefeiert und da ja opi blind war, durften wir ab und an auch mitfahren und einmal beim sommerfest ist opi schützenkönig geworden und hat dann mit seiner schützenkönigin einen sehr schönen walzer getanzt. tanzen konnte er sehr gut. das stand sogar in der zeitung."
fahren zur ferienwohnung.
vorab gehen wir noch etwas einkaufen in diesem supermarkt.
mh:" hab ich das jetzt richtig gelesen: halbes hähnchen mit zwei beine?!!"
"ja, das steht da. warum?"
"ich versteh das nicht halbes-hähnchen-mit-zwei-beinen??!!!"
"egal, wir kaufen eins und essen das dann zum abend, ok?" eine flasche wein und kuchen wird auch noch eingekauft.
den kuchen mit leckerem tee am spätnachmittag gegessen. die kleinen spielen etwas mensch-ärger-dich-nicht mit mh.
zum abend dann dieses hähnchen und leckeren wein. sind etwas beschwipst...so geht der tag zu ende.
 
20.07 Tag
diese nacht war nicht so besonders bei uns, war wohl doch etwas zu viel wein. egal, wieder lange gefrühstückt und dann alles zusammengepackt, wollen alles in ruhe machen. rufen dann wie verabredet herrn...an.
ok, also der anruf mit 1€ guthaben!!!
unser zug geht um 15:15h.
"ja, in ordnung," antwortet er und dann "fliegen sie gerne?"
???
wir: "ja schon?!? warum?"
"sie können, wenn sie möchten, jetzt gleich einen rundflug über ...mit mir machen"
"Äh jamhhä?!!!"
rattatataa im kopf
"ja, also ja schon, aber was kostet das denn?"
"Ich lade sie dazu ein. Können sie in 20-30min da sein?"
"JA klar.und danke"
mh schaute nur mit großen und fragenden augen uns an. wir dann zu ihr: komm bitte, beeile dich, wir müssen in 20min am flughafen sein."
schade, wir hatten da unseren fotoapparat nicht bereit. ganz schnell und kurz angebunden noch die schlüssel der vermieterin abgeben und rein. mh war es noch immer nicht klar, was nun eigentlich anstand. im auto erkärten wir:
"unser" autovermieter, also der herr...schenkt uns einen rundflug über...
und mh: "nein, das ist jetzt nicht euer ernst!!????!!!!!" "doch, es ist euer ernst, ich merk es!!!"
während der fahrt erklärten wir, dass die "Mutter" zu fast jedem geburtstag sagte: na ja, das geschenk, es geht schon, aber ich hätte gern einen rundflug über ...! soweit wir wissen, hat sie diesen rundflug nie gemacht.
!!!!!!!!und nun bekommen wir so einen rundflug geschenkt!!!!!!!
ankommen und wieder angenehm von dem autohändler begrüsst zu werden...schön...
dann setzte sich unsere mh hinten hin und wir neben ihn in das Flugzeug, er erklärte, dass er diese "zweitefrau", also sein flugzeug, schon seit 30 jahren liebt und immer bestens in harmonie mit ihr lebte. dann erklärte er noch dies und das und dann ging es in die luft.
wir fliegen / flogen wirklich über den ort der kindheit!!!
ganze 20 minuten!!!
es waren wirklich 20 minuten des ...................
wir machten fotos, er machte fotos von uns, wie wir am fliegen waren und von unserer mh !!!
erklärte, das ist das und das gebäude und so...
genau so schön wie der flug war, war auch die landung...
mh musste ihm dann noch helfen die zweitefrau in den hanger zu schieben und wir saßen mit ihm noch auf eine cola zusammen............
noch immer, obwohl ja schon einige stden und die 4stden zugfahrt hinter uns liegen, schweben wir auf wolken
!!!wegen dieses geschenks!!!