Beschreibung wie wir ein altes Trauma

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Beschreibung wie wir ein altes Trauma aus dem Jahr 1967 im Jahre 2009 bearbeitet haben
Wir sitzen in dem TherapieRaum mit unserer Therapeutin und unserer mh Samira und ich nutzen nur noch den AußenKörper von Giovannas da es sich um ein sehr schweres Trauma handelt haben sich alle anderen von uns in Sicherheit in Schutzräumen gebracht…wie genau das Trauma aussieht was Samira und ich später bearbeiten müssen wissen wir zwei nicht…unsere Thera sowie auch mh haben aber den genauen Ablauf des Traumas von der Muscheltraube bekommen…welche von den Muscheln werden die ganze Zeit in unserer Nähe sein…
das eigentliche Trauma haben damals einigen von den Weidenkätzchen überstehen müssen…
nun wir sitzen an dem Tisch trinken Tee und sind alle also Thera und mh so wie wir zwei sehr angespannt…da wir aber schon einige Traumas mit Thera und mh bearbeitet haben fühlen wir uns sicher und wissen das es nach einer Zeit wieder ok ist…was wir auch wissen ist das wir „alle“ Zeit der Welt haben…wir müssen nicht nach so und so vielen Minuten wieder aus dem TherapieRaum raus…nein es ist wieder alles so geregelt das wir dort mit Thera und mh bleiben… über Nacht… das wir nach sooo einer harten Traumaarbeitt nicht allein gelassen werden…das wir dort auch schlafen können…das wir dort auch duschen können wenn wir es möchten…wir können dort das tun was uns Giovannas damals in der Zeit des Traumas nicht möglich war…und wir Samira und ich wissen das wir danach umsorgt werden…wir selbst haben unsere schutzdecke mit gebracht und auch unser Kuscheltier…Thera und mh und wir haben bequeme Kleidung an…und wir haben uns wieder die Salbe von unserer Ärztin besorgt die die Wunden die während des Trauma bearbeiten weh tun werden etwas betäuben…
Samira und wir sitzen noch immer am Tisch reden so über dies und das mit der Thera und mh und wir beide merken wie sich der Körper verändert…nehmen es bewusst war…
diese Veränderung…
was wir beide wissen ist das es um die wohl schwer Geburt unseres ersten Kindes geht…
wir beide bemerken wie der Bauch vom Körper Giovanna härter wird…
vielleicht sogar auch etwas dicker…
und wir bemerken das wir ein ziehen im Bauch haben…
sagen den beiden also Thera und mh noch nichts davon…
wir beide beobachten das still und ja auch verwundert…
merken immer mehr das der Körper in die Erinnerung vom Nov. 1967 geht…
faszinierend…
und das ziehen im Bauch wird stärker…
Samira und mir ist schnell klar das es Wehen sind…
Wehen die der Körper vor über 42 Jahren aushalten musste…
die Wehen kommen immer schneller und auch immer heftiger…
Samira sagt es den beiden das die Traumaarbeit wohl beginnt denn wir beide spüren Wehen…
Thera meint: ok es ist ja drüben im Raum alles bereit und wenn ihr wollt können wir dort rüber gehen…
aber irgendwie wollen wir noch nicht…
auch aus Angst…
nicht vor dem Raum…
den kennen wir sehr gut…dort im Raum liegen Matratzen und Kuschelkissen unsere Schutzdecke ist auch schon dort…unser Kuscheltier noch nicht das möchten wir erst nach her haben…das soll nichts von dem Trauma mitbekommen…unsere Thera hat dort auch Getränke hingestellt und kleines Naschzeug…für die Zwei selbst und natürlich für uns auch…
doch noch sitzen wir in dem anderen Raum…
und spüren jetzt doch schon schmerzhaft die Wehen…
mich selbst fasziniert es zu beobachten: wir sitzen im dez.2009 bei der Thera und der Körper geht in das Trauma zurück von 1967…
die Wehen die wir zwei jetzt zu spüren bekommen werden doch echt heftig und wir gehen ins Bad von der Thera dort haben wir die Salbe und auch Binden hingelegt reiben nun nach dem wir noch schnell auf dem Klo waren die Binde mit der Salbe ein und legen diese dann uns unten vor…das haben wir schon bei anderen Traumbearbeitungen gemacht und es hat uns immer gut geholfen…
doch diesmal sollte alles anders werden…
wir zwei wieder zurück und mh merkt uns schnell an das wir schon echt heftige Schmerzen haben…
und ja wir beschließen nun doch ins andere Zimmer mit Thera und mh zu gehen und uns hin zu legen…
in dem Augenblick wo wir liegen haben wir so heftige Wehen…
das nimmt Samira und mir fast die Luft weg…
unsere Thera setzt sich wie immer rechts von uns in der Höhe wo unser knie ist…
mh setzt sich links von uns in der Nähe vom Kopf…
so sind wir geschützt von beiden…
sehr schnell möchten wir beide unsere schutzdecke haben…
denn das Bedürfnis die Beine aus einander zu legen ist sehr stark…
natürlich sind wir angezogen aber denn noch möchten wir nicht so „offen“ dort liegen…
und die nächsten Wehen kommen…
Samira und ich wissen ganz genau das wir im TherapieRaum liegen und sehen spüren sehr heftig das der Körper von Giovannas im Jahr 1967 ist…
und dann sehen wir irgendwie in uns ein junges Mädchen auf einen schmalen Tisch liegen…
der Raum wirkt kalt und er ist gefliest an den Wänden…drei Männer und eine Frau stehen um den tisch…die Frau steht zwischen den offenen Beinen des Mädchens…einer der Männer hält das Mädchen fest…dieses Mädchen hat sehr große Schmerzen…
ich Joana „stehe" links hinten hoch oben in dem Raum…
…Samira hat sich so erschrocken und musste gehen…
ich werde das Trauma alleine bearbeiten müssen…
mit Unterstützung der Thera und mh…
Diese Geburt von dem ersten Kind von Giovanna1967 hat 48 std gedauert da diese Frau auf Befehl der Männer alles versuchte damit das Kind nicht lebend geboren wurde…
doch das Kind hat die Geburt überlebt
und auch das Mädchen was das alles erleiden mussten hat überlebt…
Die ganze Zeit während der Körper sich von uns Giovanna daran erinner und ich genau sehen kann was alles mit dem Mädchen gemacht wird…spüre ich sehr heftige Schmerzen…
mir ist zwar klar das es trotz allem nur ein Bruchteil von dem ist was das Mädchen dort erleiden muss…
aber es geht sehr sehr an meine grenzen…
ich habe ja die ganze Zeit klar wo ich bin…
aber die Schmerzen die sind von 1967 und die spüre ich 2009…
mir kommt zwischendurch immer wieder der Gedanke wie verrückt das Ganze ist…
ich sehen das Mädchen dort liegen…
weiß das es zu uns Giovanna Gesamttraube gehört…
ich spüre jetzt und hier heftige Schmerzen und weiß das es mit nichts  ist was das Mädchen von gerade mal 15 Jahren Aussenkörper erleiden muss…
immer wieder sage ich der Thera und mh was ich dort genau sehen…
also beschreibe den Ablauf des Traumas von dem Mädchen…
 
 
dieses Trauma wurde von den Muscheln in drei Teilen aufgeteilt…
es gab Pausen für mich…
kurze Pausen…
aber eigentlich überforderte mich das ganze so schon…
die Pausen brachten mir nicht wirklich was…vielleicht waren die Pausen auch wichtig für Thera und mh…in den Pausen stand ich mühevoll auf ging ins Bad…erneuerte die Binde mit Salbe…aber die half diesmal nicht denn der Schmerz war ja tiefer im Körper und auch na ja…
bei dem Anfang des dritten Teil hätte es mich vor Schmerzen fasst weg gehauen…
die kamen zu heftig…
zu schnell…
klar ist es eine Kraftanstrengung von den Muscheln das Trauma anzuhalten…
den Schmerz runter zu drehen…
um dann wieder punktgenau dort anzufangen wo angehalten wurde…
aber ok ist konnte immer noch ganz klar denken und auch sagen wo ich bin…
und was ich sehe…
nach dem endlich das Kind geboren war…
ein Junge…
wurde er achtlos weg gelegt und das Mädchen wurde nach dem es endlich vorbei war und versorgt war…
vom Tisch auf den Boden gelegt…
das Trauma war zu Ende…
mehrmals habe ich mich fest an den Arm von mh geklammert…und ja auch ich habe mehrmals doch auf jammern müssen…
nach dem ich sehen konnte das das Mädchen auf den Boden gelegt wurde wusste ich das das Trauma zu Ende war…
ich wollte mich nur noch auf die Seite legen…
nicht mehr auf den Rücken…
hätte dann aber der Thera oder mh den Rücken zu drehen müssen…was ich auch nicht wollte…aber Thera meinte leg dich so hin wie du es jetzt möchtest…wir finden schon einen Platz zum sitzen…
und ich drehte mich doch sehr erschöpft auf die Seite zu mh hin…
Thera stand auf und meinte nun mach ich uns einen Tee…stellte dann die Knabberschale in reich nähe…ich fragt ob ich eine Cola haben könnte denn danach war mir…
mh hielt meinen Arm…es war still und auch ja auch friedlich…nach so einer heftigen Arbeit…wir sprachen alle nicht…tranken etwas und nahmen was Süßes zu uns…
die ganze Trauma-be-arbeitung hat an die zwei Stunden gedauert…so langsam kam der Körper auch wieder auf normal…ich konnte sagen: es ist ok! Mh meinte das sie jetzt dringend eine rauchen müsste und Thera auch…und beide rauchten neben mir/uns…es war so stimmig…wir drei waren wenn man so will…ganz und gar wieder im Jahr 2009…
Thera holte sich ihr Sitzkissen zu mir an die linke Seite schob sich den Tisch in den Rücken zum anlehnen…und rauchte dann noch gleich eine hinter her…mh genau so…ich beobachtete die Zwei…ich war mehr als froh das dieses Trauma bearbeitet war…ich wusste das ich jeder Zeit reden konnte…über all das was ich da im einzelnen gesehen habe…über das was ich selbst während des Bearbeitens an Schmerzen hatte…was meine Gedanken waren/sind…aber erst mal war ruhe…einfach all die Anspannung los lassen…bei den Beiden und auch bei mir…und ich wurde sehr müde…ich legte mich noch etwas bequemer hin und döste so etwas weg…beide unterhielten sich leise…es tat mir sehr gut ihre Stimmen zu hören…gar nicht darauf zu achten was sie sagten…einfach den Klang ihrer Stimmen zu lauschen…ich war geborgen…ich bin geborgen…
genau kann ich nicht sagen wie viel Zeit vergangen ist bis ich merkte das Samira wieder kam…sie war traurig…und hatte ein schlechtes Gewissen…doch das brauchte sie nicht zu haben…sie hat sich schützen müssen und das war gut…natürlich wäre es für mich leichter/einfacher gewesen hätten wir das zusammen machen können…aber es ging nicht…und damit war es für mich ok…mh und Thera redeten dann einiges mit Samira und ich konnte nun den drei Stimmen lauschen ohne zuzuhören…
es war mittlerweile über 20h und wir alle also Samira, mh, Thera und ich merkten das wir hunger hatten…und mh ging dann zum Imbiss und holte uns was zum Essen…mh tut es immer gut nach so einer Arbeit zu laufen…sich zu bewegen…das hat sie uns schon vor Jahren gesagt und so haben wir kein schlechtes Gewissen haben müssen…Thera stellte Teller und neue Gläser und natürlich auch Besteck hin…und dann lisen wir es uns schmecken…
so zwischen durch meinte ich immer mal wieder: das war doch Wahnsinn was die dort mit dem Mädchen gemacht haben!!! ja das war es!
So bis 23h haben wir dann über das was ich gesehen habe geredet…mehr über das Verrückte dort was die Frau alles angestellt hat damit das Kind nicht lebend zur Welt kommt…
aber der Junge war stärker als alles was sie gemacht hat…
und auch das Mädchen!!!
Was mich selbst nach wie vor so verwundert war/ist das ich sehr genau Schmerzen von der Zeit 1967 gespürt habe obwohl ich ja nie dieses Trauma selbst erlebt habe und im Jahr 2009 befand…wie der Körper sich an all das genau erinnerte…das fand/finde ich erstaunlich…bei den anderen Traumas war es ja so dass der/die jenige die das Trauma erleiden musste es auch bearbeitet hat…da war es für mich klar das es jetzt Schmerzen in abgeschwächter Form gibt…aber ich die nichts mit dem Trauma zu tun hatte im Jahr 09 war bei der Thera und mh und dennoch so heftigen Schmerzen mitbekam…das ist nach wie vor für mich…
ja ein Rätsel-wunder…
noch Wochen nach der Bearbeitung habe ich immer wieder die Zeit bekommen in der Therastd darüber zu reden…auch über meine Verwunderung…und auch über das Gesamtbild…ich sah mich ja liegen im Raum auf der Matratze bei der Thera sah mich gleichzeitig dort in den kalten gefliesten Raum links oben stehen um auf das Mädchen was dort unten und auch zum Gesamtbild Giovannas gehörte zu sehen…  
ich Joana kann nicht sagen das es das schlimmste war denn es gibt keine Abstufung in schlimm schlimmer am schlimmsten…jedes Trauma an sich ist schon schlimm…
Was wir in all den Jahren der Traumabearbeitung aber immer wieder so bewundert haben ist zum einen: dass die, die die Traumabearbeitung machen mussten sich getraut haben es zu tun…und das Thera und mh uns soooooo begleitet haben in der Bearbeitung…beide wussten von uns das wir niemals länger als nötig ihre Zeit in Anspruch genommen hätten…und wir wussten das wir die Zeit bekommen die wir brauchten um wieder klar und heile aus der Bearbeitung zu kommen…
Wir haben von anderen Traumatesierten gehört/gelesen das sie nach einer Traumabearbeitung “““einfach“““ wieder nachhause mussten das sie sehen mussten wie sie damit klar kommen…
das fanden/finden wir sehr sehr schrecklich…denn nach so einer Arbeit dann wieder!!! allein zu sein das wäre für uns eine erneute Traumatesierung gewesen…zwar nicht so heftig
aber es wäre für uns nicht !!! möglich gewesen den Weg des Aufarbeitens anders zu gehen…wie wir ihn gegangen sind...
 
ganz ganz grossen Dank gehört unserer mg = unsere Einzelfallhelferin und unserer Therapeutin 
die uns genau so unterstüzt haben wie WIR es brauchten...